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SNAQ-App im Alltags-Test: Foto aufnehmen und Nährwerte im Blick?!?

Bei der Dia Tec-Veranstaltung in Berlin Ende Januar 2020 wurde der „bytes4diabetes-Award“ vergeben.  Den ersten Preis erhielt das Schweizer Start-up SNAQ, da ihre App die Einschätzung der Nährwerte einer Mahlzeit deutlich erleichtert. Anwender brauchen lediglich ein Foto mit dem Smartphone von der zubereiteten Mahlzeit auf dem Teller aufnehmen, um sich dann über die SNAQ-App sofort die enthaltene Kohlenhydratmenge berechnen lassen zu können.

Soweit die Theorie. Wir haben getestet, wie praxistauglich die SNAQ-App wirklich ist, denn sie ist bereits im Apple AppStore und mittlerweile auch als Vorabversion (Early Access) im Google Play Store erhältlich.

SNAQ-App im Alltag

Die App ist sehr anwenderfreundlich, die Bedienung sehr einfach:

  1. Foto der Mahlzeit aufnehmen oder aus der Fotobibliothek auswählen. Hinweis: Das Foto der Mahlzeit sollte mit der Selfie-Kamera aufgenommen werden. Dies wird in einem Video-Tutorial verständlich erklärt. 
  2. Die App erkennt automatisch die Lebensmittel auf dem Teller und zeigt ihre Namen auf dem Bildschirm an.
  3. Nun kann man bestätigen oder korrigieren bzw. Mahlzeitenbestandteile ergänzen.
  4. Mittels 3D-Modellen berechnet die App das Volumen der Nahrungsmittel und schließt daraus auf ihr Gewicht. Auch dieses kann im Nachgang manuell korrigiert werden. 
  5. Nach dem Abgleich mit einer Nährwert-Datenbank wird dann die Nährwertanalyse angezeigt. Als Ergebnis erhält man Kalorien prozentual aufgesplittet in Kohlenhydrate, Fette und Proteine.
  6. Nun kann man noch Notizen hinzufügen und die Mahlzeit speichern und jederzeit darauf zurückgreifen.  

Hinweis: Geplant ist noch eine Funktion zur Berechnung der individuellen Insulindosis. Dafür benötigt die App jedoch erst noch eine Zulassung als Medizinprodukt.

Foto aufnehmen und Nährwerte im Blick? Klappt das wirklich so gut mit der Snaq-App?

Viele Gerichte, die wir fotografiert haben, hat die App sehr gut erkannt. Schwierig wurde es (wie erwartet), bei außergewöhnlichen Gerichten, diese mussten wir oft korrigieren. Die meisten Lebensmittel die nicht automatisch erkannt worden, waren dennoch in der Datenbank enthalten und konnten wir einfach austauschen. Wenn Lebensmittel fehlen, können diese einfach übermittelt werden, so dass die App-Entwickler diese nachpflegen können.

Am besten funktioniert das Erkennen der Mahlzeiten und das Errechnen der Portionsgrößen, wenn das Gericht auf einem flachen Teller liegt und das Foto via Selfie-Kamera aufgenommen wird. Die einzelnen Bestandteile, etwa Kartoffeln, Gemüse und Fleisch sollten etwas Abstand zueinander haben, insbesondere dann, wenn sie sich farblich ähneln. Ansonsten muss man doch sehr oft nachkorrigieren, was aber einfach und gut klappt.

Wir hatten beispielsweise ein sehr gesundes 😉 Gericht mit Burger, Pommes, Ketchup und Mayo abfotografiert. Hier konnte die App die Pommes und Mayo, welche über die Pommes gegeben war, schwer auseinander halten. Praktisch aber, dass man die einzelnen Gerichtbestandteile nachträglich einzeichnen kann, was dann auch halbwegs 😉 gut geklappt hat:

snaq-App Burger .Analyse

Ich hatte weiterhin ein Foto eines sehr speziellen zucker- und Getreidemehl-freien Kuchen abfotografiert. Der Kuchen wurde als solcher erkannt, aber die Angaben stimmten wie erwartet nicht, weder Portionsgröße noch Nährwertangaben. Klar, woher soll die App auch wissen, dass es ein Kuchen ohne Zucker und Mehl ist?  Hier konnte ich die einzelnen Bestandteile des Kuchens angeben. Das gestaltete sich allerdings als sehr aufwändig. Nun, das ist sicherlich auch nicht Sinn und Zweck dieser App. Dennoch habe ich mir für diesen Kuchen, da ich ihn öfters esse, einmal die Mühe gemacht, um ihn mir abzuspeichern, damit ich ihn jederzeit wieder aufrufen kann. Die Portionsgrößem kann ich dann anpassen.

Fazit: Must have?

Die App hat insbesonere bei „gewöhnlichen“ Gerichten, die sortiert mit Abstand auf einem flachen Teller lagen und bei denen das Foto via Selfie-Kamera aufgenommen wurde sehr guten Dienst geleistet. Auch wenn das Fotografieren mit der Selfie-Kamera etwas umständlich ist, wird es empfohlen, da die Menge des Essens aufgrund des 3D-Sensors so besser geschätzt werden kann. Lebensmittel und Portionsgrößen wurden dabei in der Regel gut erkannt. Die Analyse hat gepasst, die Nährwertangaben meistens gestimmt. Für ein klassisches Tellergericht, für das man im Allltag mal eben gern ’ne Nährwert-Analyse benötigt, sicherlich eine sehr praktische Hilfe.

Allerdings besteht wie oben erwähnt auch noch etwas Verbesserungsbedarf. Nun die App lebt von unserem Feedback. Fehlende Lebensmittel etwa, sollten wir den App-Entwicklern unbedingt melden, damit diese ergänzt werden können.

Kurzum, sicher kein Must-have aber ein Nice-to-have. Testet die App für euch am besten selbst mal ein paar Wochen aus, wir sind gespannt was ihr dazu meint. Hier findet ihr die App im Apple AppStore und auch als Vorabversion (Early Access) im Google Play Store:

Moderne Diabetestherapie

Moderne Diabetestherapie: Von analog zu digital…

Alltag, Beruf und Privatleben sind und werden immer digitaler. Smartphone Apps, Fitnesstracker und Co. begleiten uns auf Schritt und Tritt und erfassen durchgängig Informationen. Auch im Diabetesalltag spielen Daten eine große Rolle. Über den Tag verteilt treffen Menschen mit Diabetes rund 50 Therapieentscheidungen – und das auf Basis ihrer Blutzucker-/Glukosewerte, Mahlzeiten, Aktivitäten und weiteren Faktoren, die sich auf den Blutzuckerspiegel auswirken können.

War vor einigen Jahren noch ein handschriftliches Diabetestagesbuch gefragt, schaffen heute digitale Helfer wie Apps Überblick und Entlastung. Das ist aber erst der Anfang. Denkt man die Möglichkeiten des digitalen Diabetes Managements weiter wird deutlich, dass besonders die Vernetzung der Daten Vorteile mit sich bringt.

Als Beispiel: Wer seine Blutzuckerwerte, Insulinabgaben usw. in einer gemeinsamen Ansicht betrachtet, kann Fragen wie „Warum sind meine Werte gestern Mittag plötzlich stark gefallen?“ nachgehen und anhand der Daten beantworten – „Ach stimmt, ich habe meinen Bolus abgegeben, habe dann aber die Mittagspause ausfallen lassen“. Diese Verknüpfung der Daten in einer Ansicht fasst einzelne Produkte zu Therapielösungen zusammen.

Herzstück im Alltag mit Diabetes

Die mySugr App bildet das Herzstück der modernen Therapielösungen von Roche Diabetes Care für Menschen mit Diabetes. Zum Aufbau der Therapielösungen werden verschiedene Produkte und Systeme an mySugr angebunden, die Patienten bei der Erfassung und Auswertung ihrer Daten unterstützen. Sie erhalten direkt auf dem Smartphone, wie in einem Cockpit, einen Rundum-Überblick ihrer Therapie – und damit mehr Überblick über den Therapieverlauf, mehr Zeit im Alltag und mehr Motivation, um ihre Ziele zu erreichen. Dieses Cockpit hilft ihnen, Einflüsse auf den Blutzuckerspiegel besser zu verstehen, entsprechend darauf zu reagieren und noch mehr aus den Daten zu holen.

Wie sieht das in der Praxis aus? Aktuell können die mit Accu-Chek Guide und Accu-Chek Mobile (mit Wireless Adapter) gemessenen Blutzuckerwerte per Bluetooth direkt in die mySugr App übertragen werden. Auch die CGM-Daten des Eversense XL CGM Systems werden bereits in der mySugr App angezeigt. Um auch die Insulinabgaben automatisch in mySugr zu dokumentieren, wird zusätzlich an der Anbindung weiterer Produkte – Insulinpumpe und Smart Insulin-Pen – gearbeitet.

Digitaler Austausch zwischen Arzt und Patient

Die Verknüpfung einzelner Produkte zu modernen Therapielösungen macht das Diabetes Management individueller, vollständiger und effizienter. Tools wie die mySugr App sind dabei weit mehr als ein technisches Hilfsmittel – sie tragen auch nachweislich zu einer Therapieverbesserung bei (Senkung des geschätzten HbA1c um bis zu -1,3 % in sechs Monaten[1]). Auch der (Daten-)Austausch zwischen Arzt und Patient rückt als Teil der Therapielösungen noch mehr in den Fokus und wird digital unterstützt. Nutzer von mySugr können ihre Daten direkt aus der App heraus an den Arzt schicken. Dieser lädt sie in die Diabetes Management Software in der Praxis, Accu-Chek Smart Pix, sieht auf einen Blick den Therapieverlauf und kann die Verläufe und Informationen mit dem Patienten besprechen.

Je vollständiger diese Daten sind, desto schärfer wird das Gesamtbild der Therapie – und desto individueller können Anpassungen erfolgen, um Ziele zu erreichen und im Diabetesalltag zu entlasten. Weitere Informationen zu den modernen Therapielösungen von Roche Diabetes Care gibt es online unter: www.diabetesweiterdenken.de

Anzeige// Dieser Artikel wurde von Roche Diabetes Care gesponsert

[1] Hompesch M, Kalcher K, Debong F. Significant Improvement of Blood Glucose Control in a High Risk Population of Type 1 Diabetes Using a Mobile Health App – A Retrospective Observational Study [Abstract, Poster]. 10th International Conference on Advanced Technologies & Treatments for Diabetes; 2017 Feb 15-18; Paris, France.

Diabetes Tracken oder nicht tracken, das ist hier die Frage

Ist es wirklich sinnvoll, Ernährung, Sport, Diabetes, Gesundheit… zu tracken? Was bringt mir das und wie viel tracken ist eigentlich noch erträglich?

  • Vorm Lauftreff: „Moment, ich habe meine Laufuhr noch nicht gestartet.“
  • Im Supermarkt: „Warte, ich scanne noch mal die Sportriegel, dann weiß ich wie viele Kalorien die beinhalten, die tracke ich nämlich.“
  • „Ich muss erst noch das Essen abfotografieren. Da gibt es doch diese App, die mir dann die Kohlenhydrate daraus automatisch berechnet.“
  • Diabetiker unter sich: „Ich synchronisiere meine Blutzuckerdaten und den Insulinverbrauch aus meiner Insulinpumpe mit meiner App.“
  • Im Bett: „Gute Nacht… Ich starte jetzt meine Schlafanalyse-App.“
  • Im Büro: „Mist, jetzt habe ich heute tatsächlich nicht meine 10.000 Schritte geschafft und viel zu viel Kuchen gegessen“

Zugegeben es nervt ab und zu, dennoch finden sich wohl viele von uns in diesen Aussagen oder Situationen wieder.

Diabetes tracken
Diabetes Tracken oder nicht tracken, das ist hier die Frage. Was bringt mir das und wie viel tracken ist eigentlich noch erträglich?

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