Tag: Digitalisierung

Online-Schulungen

Online-Schulungen im Diabetesbereich: Vieles geht auch digital!

Online-Schulungen im Diabetesbereich: Vieles geht auch digital! Nun, seit Mitte März 2020 hat sich die Diabetesversorgung in Deutschland aufgrund der Coronakrise in vielerlei Hinsicht deutlich reduziert. Diabetesschwerpunktpraxen haben Gruppenschulungen ausgesetzt und ihre Patientenzahlen heruntergefahren. Diabetesabteilungen in Kliniken haben ihre Kapazitäten teilweise oder ganz der Versorgung von COVID-19-Patienten zur Verfügung gestellt. Die Wartezimmer in Arztpraxen waren aus Angst vor einer Ansteckung leer. Routine- und Kontrolltermine wurden verschoben… Und nun? Jetzt wird man gezwungenermaßen kreativ und die Digitalisierung wird vorangetrieben.

Klar, Digitalisierung in der Diabetesbranche war schon in der Zeit vor Corona ein wichtiges Thema, doch erst durch Corona wurde plötzlich vieles „kontaktlos“ möglich und auch direkt umgesetzt: Videosprechstunden ersetzen den persönlichen Arztbesuch. Online-Schulungen werden über Programme wie Zoom oder Team Viewer durchgeführt. 

Kreative Ideen in der Coronakrise, die auf Dauer bestehen bleiben sollten

Auch der Fach- und Versandhändler DIASHOP musste kurzfristig ein Konzept überlegen, wie technische Einweisungen in Insulinpumpen und CGM-Systeme corona-konform funktionieren können. So wurden in den meisten der 30 Diabetes-Fachgeschäfte entsprechende Schulungsstationen mit Spuckschutzwänden eingerichtet. Hier können die Einweisungen persönlich, unter Einhaltung der Hygienebedigungen stattfinden. Zudem hat DIASHOP ein Team aus Diabetesberaterinnen zusammengestellt, das technische Einweisungen in Insulinpumpen und CGM-Systeme über Videoschulung ermöglicht.

Auf eine gute Idee kam auch die DIASHOP Gesundheitsreferentin und Diabetesberaterin Ulrike Thurm. Sie hat gemeinsam mit dem Autorenteam des CGM-Schulungsprogramms SPECTRUM und dem Team des T1-Day Kurzvideos zum Umgang mit CGM-Systemen erstellt. Wobei diese Videos natürlich keine SPECTRUM Gruppenschulung in der diabetologischen Schwerpunktpraxis ersetzen können, aber sie sind sicher sehr hilfreich, Wir hatten hier bereits berichtet: Kurzvideos zur CGM-System-Nutzung von den „Spectronauten“

Telemedizin und Videosprechstunden können nicht dauerhaft den direkten Arztkontakt ersetzen..

Telemedizin und Videosprechstunden können natürlich nicht komplett den direkten Arztkontakt ersetzen. Akute Komplikationen wie Infektionen oder Fußläsionen bei Diabetes benötigen Untersuchungs- und Behandlungsmethoden, die nur im direkten Patientenkontakt durchführbar sind.

Dennoch sind digitale und telemedizinische Versogungskonzepte, wie Videosprechstunden und -schulungen sehr sinnvoll. Patienten und Diabetesteam können sich am Bildschirm intensiv austauschen, z. B. wenn es um die Therapieanpassung geht, ohne dass der Patient lange Wege in Kauf nehmen muss. Auch Wartezeiten fallen weg.

Wie geht es weiter? Was haltet ihr von Online-Schulungen bzw- Telemedizin?

Die Krise zeigt in jedem Fall deutlich, wie wichtig Telemedizin ist, wie gut sie funktionieren kann und an welchen Stellen noch nachgebssert werden sollte. Es müssen sicherlich noch einige Rahmenbedingungen diskutiert und ausformuliert werden, auch in Bezug auf das Thema Datenschutz. Und jetzt ist genau der richtige Zeitpunkt dafür! Zum Thema „Datenschuz“ hat die Deutsche Diabetes Gesellschaft im Positionspapier „Code of Conduct for Digital Health“ wichtige Eckpunkte formuliert. Das ist schon einmal ein guter Anfang.

Wie steht ihr zu dem Thema „Digitalisierung“? Was haltet ihr von Online-Schulungen? Was wünscht ihr euch künftig? Hinterlasst gerne euer Feedback in den Kommenaren.

Quelle: Online-Pressekonferenz der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) „Aus der Krise lernen: Digitalisierung und Telemedizin nutzen und Versorgung von Patienten mit Diabetes mellitus verbessern – auch nach der Corona-Pandemie“. 28. Mai 2020

Digitalisierung

Digitalisierung nimmt Fahrt auf: Was kommt auf uns zu?

Die Digitalisierung in der Medizin nimmt Fahrt auf. Das neue Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) schafft die Voraussetzungen dafür. Zwei wichtige Projekte:

Digitale Patientenakte (ePA)

Ab dem 1. Januar 2021 hat jeder Patient einen Anspruch auf die elektronische Patientenakte. Sie soll die Kommunikation zwischen Ärzten, die Versorgung über die Apotheke und die Behandlung im Notfall verbessern. Welche Daten auf der Karte gespeichert werden, entscheiden Arzt und Patient gemeinsam. Gespeichert werden können Befunde, Diagnosen, Therapiemaßnahmen, Behandlungsberichte, Impfungen, Medikationspläne, Arztbriefe und Notfalldatensätze. Patienten erhalten die Möglichkeit, die elektronische Patientenakte über Smartphone oder Tablet zu lesen und eigene Daten abzulegen, z. B. zum Diabetesmanagement.

Das elektronische Rezept

Ebenfalls 2021 soll das elektronische Rezept kommen – zunächst für Arzneimittel. Auch dies ist ein freiwilliges Angebot. Wer will, kann auch weiterhin ein Papierrezept erhalten. Zur Einlösung des Rezeptes plant die gematik (Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte mbH) eine App. Damit könnte das elektronische Rezept in der Stammapotheke eingelöst oder an eine Internetapotheke geschickt werden. Ausgestellt werden kann das E-Rezept sowohl in der Arztpraxis als auch im Rahmen einer Videosprechstunde. Das elektronische Rezept gilt zunächst nur für Arzneimittel. Die Einführung für Hilfsmittel wie Diabetesbedarf ist erst zu einem späteren Zeitpunkt geplant. Bei DIASHOP könnt ihr also bis auf Weiteres wie gewohnt mit eurem Papierrezept bestellen.

Weitere Informationen

Mehr zu elektronischer Patientenakte, elektronischem Rezept und weiteren Projekten zur Digitalisierung in der Medizin lest ihr auf der Seite www.gematik.de. Zahlen, Fakten und Meinungen zum Thema Digitalisierung im Bereich Diabetes zeigt der Digitalisierungs- und Technologiereport Diabetes (D.U.T.) 2020, online abrufbar unter www.dut-report.de.

Diabetes Apps

Diabetes-Apps: Welche sind sinnvoll und wie kann ich deren Sicherheit prüfen?

Immer mehr Menschen mit Diabetes nutzen Diabetes-Apps. An die Zehntausend Diabetes-Apps sind auf dem Markt und es werden immer mehr. Das Angebot reicht von Blutzucker-Tagebüchern, Motivationschallenges für den Diabetes, Rezeptbestellungen des Diabetesbedarfs, über Berechnung von BEs, bis hin zu Steuerung der Insulinabgabe. Da ist es gar nicht so einfach, im Dschungel der Diabetes-Apps, die richtigen und vor allem auch sicheren zu finden. Read more

Smarte Insulinpens – the next big thing? #DBW2018

diabetes-blog-wocheHeutiges Thema der Diabetes Blog Woche: Smarte Insulinpens – the next big thing? Unsere Diabetes-Technologie wird immer vernetzter. Pumpen kommunizieren mit CGM-Systemen, Blutzucker-Messgeräte mit Apps auf dem Smartphone etc. Doch was ist mit den Insulinpens? Ist es sinnvoll diese ebenfalls „smart“ zu machen und ins digitale Datenmanagement einzubinden? Welchen Nutzen könnte das haben und was müsste so ein Pen können?

Gibt es eigentlich schon smarte Insulinpens?

Nun… Schauen wir uns mal um, was es schon gibt:  Als relativ neu kann man wohl den digitalen Insulinpen Pendiq 2.0 bezeichnen. Er speichert die letzten Insulingaben mit Datum und Uhrzeit sowie der verabreichten Dosis und zeigt sie auf einem beleuchteten Display an. So lassen sich doppelte und vergessene Injektionen vermeiden. Die Daten aus dem Pen können via USB in Accu-Chek Smart Pix eingelesen werden.

Damit können unsere Blutzuckermesssysteme, mit dem Smart Insulin-Pen sowie einer Diabetes- Management-Software vernetzt werden. So lassen sich Zusammenhänge zwischen Blutzuckerwerten und Insulinabgaben schneller überblicken. Man hat quasi alle Daten zusammen, kann Blutzuckermuster erkennen und die Ursachen für Abweichungen vom Zielbereich schnell aufdecken und optimieren. Das ist schon ziemlich praktisch und ein Schritt in die richtige Richtung.

Never change a winning team

Ich selbst nutze eine Insulinpumpe in Kombi mit einem CGM-System und möchte dies auch nicht mehr missen. Ich kenne nicht wenige Diabetiker, die bei ihrer Pen-Therapie bleiben und keine Insulinpumpe am Körper tragen möchten. Jeder sollte eben das finden, was zu einem passt. Wenn es mit der Pen-Therapie läuft und man damit gut klarkommt, gute Blutzuckerwerte erzielt, warum nicht dabeibleiben? Never change a winning team! Und für die überzeugten Penner unter uns, ist es natürlich klasse, wenn Insulinpens ins digitale Datenmanagement eingebunden werden, wie es eben mit dem Insulinpen Pendiq 2.0 schon möglich ist. Aber da geht sicher noch mehr.

Was müsste ein smarter Insulinpen noch alles können?

Ich erinnere mich an meine Zeit mit Insulinpen zurück. Ich hatte damit keinen Bolusrechner, keinen verzögerten Bolus, keine temporäre Basalrate… Das ist genau das, was ich an meiner Insulinpumpe so liebe, all das ermöglicht(e) mir der Pen nicht. Was mitunter damals für mich auch ein Grund war, mich für die Insulinpumpe zu entscheiden.

Nun, das wird mit einem Pen wohl auch alles niemals möglich sein, oder? Na ja… den Bolusrechner stellen mittlerweile zahlreiche Diabetes-Apps zur Verfügung. Mit denen sich auch Insulineinheiten, Kohlenhydratmengen und Blutzuckerwerte miteinander verknüpfen, analysieren und berechnen lassen. Wie viel Insulin on Board ist (kurz IOB), sprich das aktive Insulin, konnte ich als Pen-User damals nicht einsehen, so passierte es, dass sich mehrere Boli auch mal überlappten und eine Hypo vorprogrammiert war. Mit der App habe ich die Möglichkeit nachzuprüfen, welche Menge Insulin aktuell noch wirkt, ob ich mehr Insulin brauchst um einen hohen Blutzucker zu korrigieren oder zusätzliche Kohlenhydrate um eine Unterzuckerung zu vermeiden.

Nun müsste dies noch mit dem Pen digital verknüpft werden, wie oben im Falle des Insulinpen Pendiq 2.0 beschrieben.

Schwieriger wird es wohl einen verzögerten Bolus und eine temporäre Basalrate mit dem Pen zu ermöglichen ;). Aber sage niemals nie. Denn wer weiß schon, was wir noch für smarte Insuline erwarten dürfen…

Digitaler Arztbesuch

E-Health: Welche Vorteile bringt der digitale Arztbesuch?

Der digitale Arztbesuch ermöglicht dir, deinen Arzt bequem von zu Hause aus im Rahmen einer Online-Videosprechstunde zu berichten, wie es dir seit der letzten Untersuchung ergangen ist. Klingt gut? Genau das könnte das neue E-Health-Gesetz ermöglichen.

E-Health meint den Einsatz digitaler Technologien im Gesundheitswesen. Konkret: die elektronische Abwicklung von Kommunikation, Information, Datenerfassung, Dokumentation und anderer Aufgaben. Kurzum alles, was der Vorbeugung, Diagnose, Behandlung, Überwachung und Verwaltung im Gesundheitswesen dient.

Read more