Kategorie: Alltag

SERIE (3): Felix Petermann plaudert aus dem Nähkästchen: Vom „Penner“ zum „Pumper“ – Umstieg auf die Insulinpumpe

Normalerweise bin ich kein großer Fan von Neuerungen, egal ob im Alltag oder bei meiner Diabetesversorgung. Ich denke mir: „Warum was ändern, wenn alles klappt?!“  Manchmal erfordern besondere Umstände jedoch besondere Maßnahmen. Schon seit einigen Monaten hatte ich Probleme beim Verwenden meines Insulinpens. Häufig bildeten sich nach den Injektionen schmerzhafte blaue Flecken um die Einstichstellen an meinen Beinen, obwohl ich bereits die feinsten und kürzesten Nadeln verwendete, die auf dem Markt erhältlich waren. So entschloss ich mich, mal etwas Neues auszuprobieren und eine Insulinpumpe probezutragen.

Umstieg auf die Insulinpumpe
Von der Kanüle bis zur Pumpentasche, Insulinpumpenzubehör findet Ihr bei Diashop

Nach anfänglichem Zögern bin ich mit meinem neuen Begleiter inzwischen fast rundum zufrieden. Die Flexibilität einer Pumpentherapie genieße ich sehr – vorbei die Zeiten, in denen ich nicht extra für einen Apfel Insulin spritzen wollte. Ein Knopfdruck und die Sache ist erledigt. Der einzige Nachteil für mich: Die Pumpe ist sehr anhänglich, es fällt ihr schwer loszulassen. Zwar ist es möglich, sie beispielsweise zum Duschen oder Baden abzukoppeln. Aber gerade in den ersten Nächten war es ein komisches Gefühl, wenn man sich umdrehte und plötzlich auf der Pumpe lag. Noch denke ich manchmal nicht daran, dass sie überhaupt da ist. Wenn ich beim Aussteigen aus dem Auto ein Knallen höre und der Schlauch sich straffzieht, spätestens dann weiß ich, was ich vergessen habe.

Umstieg auf die Insulinpumpe
Ob Pen oder Pumpe, beides hat Vor- und Nachteile. Die Umstellung auf eine Insulinpumpe muss der Einzelne nach seinen Bedürfnissen abwägen.

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SERIE (2): Felix Petermann plaudert aus dem Nähkästchen: Diagnose Diabetes – Was nun?

Wenn ich an den Tag meiner Diagnose zurückdenke, an diesen Montagmorgen, den 15. Juni 2009, erinnere ich mich nur an eines noch ganz genau: nichts. Nichts außer Ratlosigkeit. Was nun? Wie geht es weiter? Ein paar Fragen, die mir durch den Kopf schossen. Dann wieder nichts. Leere. Stille. Was mit dem Leistungssport sei, wollte ich wissen. Die Antwort meines Hausarztes traf mich wie ein Blitz – „den kannst du vergessen.“ Nichts. Leere. Stille. Gefolgt von Tränen. Denen meiner Mutter, meines Vaters, meiner Schwester. Und meinen eigenen.

Vom Arzt ging es direkt zum Gelände des 1. FC Union. Mein damaliger Trainer sitzt heute in der Geschäftsführung, ist verantwortlich für die sportliche Strukturierung der Profi-Mannschaft. Er versuchte mich aufzubauen, machte mir Mut. „Wenn es einen gibt, der eine solche Veränderung überwinden kann, dann du“ – ein Satz, den ich in den folgenden Tagen von vielen Menschen in meinem Umfeld hören sollte. Ein Satz, der zunächst motivierend wirkte. Letztendlich aber machte er alles nur noch schwerer. Getrieben vom eigenen Ehrgeiz und dem Bestreben, niemanden zu enttäuschen, fiel ich in ein tiefes Loch. Obwohl ich mir nach außen hin nichts anmerken ließ, wollte ich die Diagnose einfach nicht wahrhaben. Mein HbA1C stieg zwischenzeitlich auf 11,4%.

Diagnose Diabetes
Diagnose Diabetes – Was nun? „Ich habe gelernt, den Diabetes nicht als unüberwindbares Hindernis anzusehen, sondern als Herausforderung, die man bewältigen kann.“

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Blutzuckerschwankungen beim Wandern: Regelmäßiger Griff zum Messgerät ist Pflicht

Wie heißt es so schön in einem der bekanntesten deutschsprachigen Volkslieder? „Das Wandern ist des Müllers Lust…“ Weit gefehlt: Nicht nur der Müller strebt hinaus ins Grüne. Wandern erfreut sich gerade in der warmen Jahreszeit besonderer Beliebtheit. So auch bei etlichen „Zuckersüßen“. Allerdings sollten Typ-1- und Typ-2-Diabetiker darauf achten, starken Blutzuckerschwankungen vorzubeugen, denn Bewegung und körperliche Anstrengung können den Blutzucker sowohl in den Keller rauschen als auch ansteigen lassen. diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe legt Diabetikern deshalb an Herz, regelmäßig die Blutzuckerwerte zu kontrollieren.

Messen nicht vergessen: Wandern erfreut sich gerade in der warmen Jahreszeit besonderer Beliebtheit. © nd3000/Fotolia
Messen nicht vergessen: Wandern erfreut sich gerade in der warmen Jahreszeit besonderer Beliebtheit. © nd3000/Fotolia

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„Kühlhalte-Wunder“ FRIO Taschen: Die perfekten Begleiter auf Reisen und an heißen Tagen

Sommer, Sonne, Ferienzeit: Ob ausgedehnte Trekking-Tour, Flugreise in den Süden, Zelten am See oder Urlaubsverkehr – sprich: Stau – auf der Autobahn. Wenn die Temperaturen steigen, möchte unser Insulin, das niemals Werten über 30°C ausgesetzt werden sollte, einen kühlen Kopf bewahren. Als praktische Begleiter entpuppen sich FRIO Kühltaschen, die in den unterschiedlichsten Ausführungen, Größen und Farben erhältlich sind. Das Geniale: die FRIO Tasche, die sich sehr oft wiederverwenden lässt, braucht weder Strom noch Kühlelemente, da sie nur mit Wasser aktiviert wird.

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Die FRIO Grande Aztek und weitere Frio Kühltaschen sind auf Diashop.de erhältlich.

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Serienstart: Ab sofort plaudert Felix Petermann, Diabetiker und Leistungssportler, aus dem Nähkästchen

Als bei mir 2009 Typ-1-Diabetes diagnostiziert wurde, sagte mein Hausarzt, dass das Kapitel „Leistungssport“ für mich beendet sei. Akzeptieren wollte ich weder diese Aussage, noch die Diagnose an sich. Fast zwei Jahre hat es gedauert, bis ich mich endlich intensiv mit der Krankheit auseinandersetzen wollte. Mein Name ist Felix Petermann, Diabetiker und Leistungssportler aus Berlin. Seit über 17 Jahren spiele ich leidenschaftlich gern Fußball. Meine Karriere begann bei einem kleinen Dorf-Verein, bevor ich 2005 in das Nachwuchsleistungszentrum des 1. FC Union Berlin wechselte. Mit dem Profi-Fußball hat es nicht geklappt, dennoch entdeckte ich eine interessante Alternative – den amerikanischen College-Sport. Anders als in Deutschland kann man in Amerika Studium und Sport gut verbinden, ohne bei einem der beiden Abstriche hinnehmen zu müssen.

Felix Petermann
Felix Petermann: Leistungssportler aus Berlin und seit 2009 Typ-1-Diabetiker.

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