Kategorie: Wissen

Ketoazidose

Die diabetische Ketoazidose – Ursachen, Symptome und Therapie 

Die wohl am häufigsten unterschätzte oder nicht diagnostizierte Stoffwechselentgleisung – die diabetische Ketoazidose – Ursachen, Symptome und Therapie von Ulrike Thurm, Diabetesberaterin DDG, Gesundheitsreferentin Diashop GmbH 

Die diabetische Ketoazidose (DKA) ist eine der gefährlichsten Stoffwechselentgleisungen bei Menschen mit einem Typ-1-Diabetes. Sie entsteht, wenn dem Körper über längere Zeit Insulin komplett fehlt. Ohne Insulin kann die Glukose nicht in die Zellen gelangen. Der Körper beginnt, Fett als Ersatzenergie zu verbrennen – dabei entstehen Ketone, die das Blut „übersäuern“. Diese Übersäuerung kann lebensbedrohlich werden. 

Typische Anzeichen sind starker Durst, häufiges Wasserlassen, Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Müdigkeit, schnelle tiefe Atemung („Kussmaulatmung“) und ein nach Aceton (wie faule Äpfel oder Nagellackentferner) riechender Atem. Wird die Ketoazidose nicht rechtzeitig behandelt, kann sie zum Koma und im schlimmsten Fall zum Tod führen. 

Besonders gefährdet sind Menschen, die eine Insulinpumpe oder ein AID-System (automatisierte Insulinzufuhr) nutzen. Da diese Systeme nur kurzwirksames Insulin abgeben, kann schon ein kleiner technischer Defekt – z. B. ein verstopfter Katheter – innerhalb weniger Stunden einen gefährlichen Insulinmangel auslösen. Auch Infekte, Stress, falsche Bedienung der Pumpe oder schlechtes Insulin (zu heiß oder zu kalt geworden) können eine DKA auslösen. 

Um eine Ketoazidose rechtzeitig zu erkennen, ist die Blut-Ketonmessung am zuverlässigsten. Urintests zeigen diese Entgleisung meist zu spät an oder können durch andere Substanzen, wie z.B. Vitamin C ungenau oder falsche Ergebnisse liefern. Internationale Fachgesellschaften empfehlen deshalb übereinstimmend die Blutketonmessung. 

Bei hohen Glukosewerten über 250 mg/dl oder 13,9 mmol/L und Unwohlsein sollten sofort Ketone im Blut gemessen werden. Bei erhöhten Werten (≥ 1,5 mmol/L) ist es wichtig, genug zu trinken und zusätzlich Insulin mit einer Einmalspritze zu geben. Wenn Erbrechen auftritt, die Beschwerden schlimmer werden oder Unsicherheit besteht, muss sofort ärztliche Hilfe geholt werden. 

Wie wird eine Eigentherapie der Ketoazidose durchgeführt (Wichtiger Hinweis: Die Eigentherapie ist nur möglich, wenn man vom eigenen Diabetesteam darin geschult wurde, genau weiß, welche Insulindosis im Notfall gespritzt werden sollte und Zugang zu funktionierenden Blutketonmessstreifen hat.):  Die Eigentherapie ist nur für Menschen geeignet, die wach, orientiert, nicht stark erbrochen haben und in der Lage sind, zu trinken und die Anweisungen umzusetzen. Sobald Unsicherheit besteht, die Beschwerden zunehmen, starkes Erbrechen vorliegt oder man sich sehr schlecht fühlt, ist sofort ärztliche Hilfe notwendig. Oder Sie vereinbaren mit Ihrem Diabetesteam diesbezüglich pragmatische Regeln: (hier ein Zitat von Dr. Simone von Sengbusch, Oberärztin, Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Campus Lübeck auf der DDG Herbsttagung in Mannheim am 07.11.2025 bezüglich der Höhe der Blutketonwerte): 

Bei Werten größer 3 – eil herbei“ 

1. Wichtiger erster Schritt: Insulin immer mit einer Einmalspritze injizieren 

Bei der Behandlung einer Ketoazidose muss Insulin immer mit einer Einmalspritze gespritzt werden, nicht über die Pumpe. Warum? 

  • Die Pumpe könnte defekt sein. 
  • Der Katheter könnte abgeknickt, verstopft, herausgerutscht etc. sein… 

Folglich würde sich der absolute Insulinmangel und damit die Ketoazidose gar nicht oder zu langsam bessern. 

Viele Diabetesteams empfehlen in dieser Situation eine vorher vereinbarte feste Insulinmenge, meist etwa 10–15 Einheiten bei Erwachsenen oder etwa 15 – 20 % der persönlichen Tagesinsulindosis (diese Zahl sollte jeder Mensch mit Typ-1-Diabetes von seinem Diabetesteam kennen). 

2. Flüssigkeit ist entscheidend: viel trinken! 

Der Körper verliert bei einer beginnenden Ketoazidose viel Flüssigkeit, deshalb: 

  • Pro Stunde etwa 1 Liter trinken, z. B. Wasser, ungesüßten Tee oder Brühe. 
  • Keine süßen Getränke und möglichst keine kohlensäurehaltigen Getränke. 

Trinken hilft, Ketone auszuspülen und den Kreislauf zu stabilisieren. 

3. Blutzucker und Blutketone engmaschig kontrollieren 

Um zu sehen, ob die Behandlung wirkt: 

  • Blutzucker alle 1–2 Stunden messen (auch wenn ein CGM genutzt wird). 
  • Blutketone alle 30 Minuten messen. 

Nur Blutketontests zeigen zuverlässig und schnell, ob die Schwere der Entgleisung abnimmt – Urintests sind hier ungeeignet. 

4. Regelmäßige Insulingaben wiederholen 

Wenn der Glukosewert weiter ansteigt oder die Ketone nicht abfallen, werden etwa alle 1–2 Stunden erneut kleine Mengen kurzwirksamen Insulins mit einer Spritze injiziert. Die genaue Dosis sollte vorher mit dem Diabetesteam festgelegt und an einem sicheren Ort notiert sein (z. B. im Smartphone) Hier die Vallet Handykarte verlinken 

5. Nicht alleine bleiben – Ruhe, aber nicht schlafen 

Eine beginnende Ketoazidose kann sich rasch verschlechtern. Deshalb ist es wichtig: 

  • Eine zweite Person zu informieren. 
  • Nicht schlafen, bis die Werte sicher fallen. 
  • Bei Unsicherheit das Diabeteszentrum telefonisch kontaktieren. 

6. Wann ist die Ketoazidose überwunden? 

Die Eigentherapie gilt erst dann als erfolgreich, wenn: 

  • der Blutzucker unter 200 mg/dl (11,1 mmol/l) liegt 
  • die Blutketone unter 0,6 mmol/l sind 

Wenn der Glukosewert dann weiterhin stark abfällt, sollte man rechtzeitig 2–3 BE essen, um eine mögliche Unterzuckerungen zu vermeiden. Bananen sind wegen des Kaliumgehalts empfehlenswert, wenn diese zu Hause vorhanden sind. 

7. Erst jetzt, wenn das Hirn wieder voll funktionstüchtig ist und alle Symptome überwunden sind, sollte man der Ursache der Ketoazidose auf den Grund gehen und die Pumpe, das Infusionsset, den Algorithmus etc. auf mögliche Probleme hin untersuchen. Bevor die Pumpen- oder AID – Therapie fortgesetzt wird: 

  • Katheter wechseln 
  • Reservoir/Ampulle erneuern 
  • Insulin kontrollieren (Hitze? Frost?) 
  • Pumpe und AID – System kontrollieren etc. 

Erst danach die Pumpe oder das AID System wieder anschalten. Wie Sie dem Algorithmus Ihres AID – Systems jetzt das im Körper befindliche, durch die Spritze injizierte Insulin „mitteilen“, hängt vom genutzten Algorithmus ab. Bitte besprechen Sie dies auch im Vorfeld mit Ihrem Diabetesteam. 

Eine Ketoazidose lässt sich sehr gut verhindern: durch regelmäßiges Messen, aktivierte CGM-Alarme, funktionierende Technik und das Wissen über Warnzeichen. Wiederholte Schulungen helfen, im Alltag sicher zu bleiben. In Zukunft könnten Sensoren, die gleichzeitig Zucker und Ketone messen, die Sicherheit weiter erhöhen. 

In Anlehnung an: CGM – und Insulinpumpenfibel: https://www.diashop.de/cgm-und-insulinpumpenfibel-4-auflage-2023-1-buch.html, Autoren: Ulrike Thurm & Bernhard Gehr oder: AID – Fibel, Grundlagen https://www.diashop.de/aid-fibel-grundlagen-grundlagen-der-automatisierten-insulindosierung-1-buch.html Autorenteam: Bernhard Gehr, Ulrike Thurm, Sarah Biester, Stefan Gölz, Jens Kröger, Simone von Sengbusch, Karin Lange

KetoazidosehilfefürBrieftasche (hier runterladen)

Von der Pumpe zurück zum Pen – was ihr bei der Umstellung beachten solltet

Viele Menschen mit Diabetes überlegen, für eine Zeit auf ihre Insulinpumpe zu verzichten – zum Beispiel im Urlaub. Wir haben mit unserer DIASHOP Gesundheitsreferentin und Diabetesberaterin Ulrike Thurm darüber gesprochen, worauf es beim Wechsel zurück auf ICT/Pen ankommt. 

Redaktion: Viele nehmen die Umstellung von der Insulinpumpe zum Pen gerade im Urlaub vor oder wünschen sich einfach mal eine Pumpenpause. Warum kann es sinnvoll sein, für eine Zeit oder dauerhaft zurück auf Pen/ICT zu wechseln?

Ulrike Thurm: Eine Pause kann geplant sein – oder plötzlich nötig werden, etwa durch einen technischen Defekt. Fällt die Pumpe unerwartet aus, ist schnelles Handeln gefragt. Praktische Tipps dazu finden Sie in der AID-Fibel (Kapitel 7 – erhältlich bei DIASHOP).

Oft geht es aber auch um mehr Freiheit im Alltag, gerade im Urlaub: Ohne Pumpe lässt es sich unbeschwerter Beachvolleyball spielen, am Strand sonnen oder ins Wasser springen – ohne sich Gedanken über Sonnenhitze, Wasserfestigkeit oder einen möglichen Geräteverlust machen zu müssen. Letzterer ist übrigens nicht versichert – eine entsprechende Absicherung ist daher sehr empfehlenswert.

Redaktion: Welche Punkte sollte man unbedingt mit dem Diabetesteam klären, bevor man die Pumpe ablegt und auf ICT umstellt?

Ulrike Thurm: Wichtig ist, rechtzeitig zu planen – idealerweise zwei bis drei Wochen vor dem Urlaub. Viele Nutzer:innen einer AID-Therapie haben inzwischen vergessen, warum sie ursprünglich von der ICT zur Pumpe gewechselt sind: etwa wegen des Dawn-Phänomens bzw. ständig hoher Morgenwerte.

Auch Alltagssituationen können wieder zur Herausforderung werden: ein Eis an der Strandpromenade, ohne sich Gedanken machen zu müssen, wo und wie man unauffällig spritzt. Oder das Fünf-Gänge-Menü im Hotel – soll man wirklich zu jedem Gang separat spritzen, ohne genau zu wissen, wann und wie viele Kohlenhydrate serviert werden? Und wie geht man bei ICT mit Fett-Protein-Effekten um?

Ein zentraler Punkt ist zudem die Auswahl des passenden Basalinsulins in der richtigen Dosis. Dafür braucht es Planung und Absprache mit dem Diabetesteam.

Redaktion: Wie findet man die richtige Basaldosis, wenn man bisher mit flexibler Basalrate an der Pumpe gearbeitet hat?

Ulrike Thurm: Das dauert – meist etwa eine Woche unter Alltagsbedingungen. Im Urlaub können klimatische Veränderungen, mehr Bewegung oder andere Essgewohnheiten die Werte zusätzlich beeinflussen. Ob man einmal oder zweimal täglich spritzt und welches Insulin am besten passt ist sehr individuell.

Redaktion:  Welche Unterschiede spürt man sofort im Alltag – etwa beim Sport, auf Reisen oder beim Essen?

Ohne AID-System fehlt vor allem die nächtliche Sicherheit. Der Algorithmus stabilisiert normalerweise die Werte im Schlaf und schützt zuverlässig vor Hypo- oder Hyperglykämien.

Auch beim späten Abendessen hilft das System, indem es auf verzögert aufgenommene Kohlenhydrate mit zusätzlichem Insulin reagiert. Im Urlaub zeigt sich die Stärke der AID-Technologie besonders: Sie passt sich automatisch an – ob mehr Insulin an entspannten Tagen in der Hängematte oder weniger bei viel Bewegung wie beim Sightseeing oder Wandern.

(Informationen zur Anpassung der AID – Systeme bei wechselnder Insulinempfindlichkeit: Diabetes und Sportfibel)

Redaktion:  Was sind die wichtigsten Tipps, damit die Umstellung reibungslos klappt?

Ulrike Thurm: Gute Vorbereitung ist das A und O. Klären Sie im Vorfeld gemeinsam mit Ihrem Diabetesteam, welches Insulin Sie wann und in welcher Menge spritzen und testen Sie es ausreichend vorher im Alltag. Entscheiden Sie dann, ob Sie einen kompletten Umstieg wollen oder ggf. tagsüber Basalinsulin spritzen und ab dem späten Nachmittag dann wieder Ihr AID-System mit allen Vorzügen besonders in der Nacht nutzen wollen. Kurz gesagt: Eine komplette Umstellung kann viel mehr Aufwand bedeuten, als die „Belastung“ durch ein AID-System und will gut überlegt sein. Einen „Urlaub vom Diabetesmanagement“ gibt es sowieso nicht – denn den Diabetes kann man auch im Urlaub nicht zu Hause lassen.

Diabetes-Veranstaltungen

Bevorstehende Diabetes-Veranstaltungen in der Event-Lounge www.diashop.digital

DIASHOP hat wieder eine Reihe an Diabetes-Veranstaltungen geplant. Diese finden online in der Event-Lounge www.diashop.digital und vor Ort in den Diabetes-Fachgeschäften von DIASHOP statt. Die Teilnahme an den Veranstaltungen ist kostenlos. Meldet euch jetzt dafür an, um euch euren Platz zu sichern. Welche Diabetes-Veranstaltungen erwarten euch in den kommenden Monaten?

Vorstellung der aktuellen CGM-Lösung Accu-Chek SmartGuide

04. Februar 2026, 18.00 Uhr

Informieren Sie sich über den Accu-Chek SmartGuide von Roche Diagnostics Deutschland. Die neue CGM-Lösung sendet kontinuierlich Werte ans Smartphone, ist dank einfachem Applikator leicht zu setzen und hält bis zu 14 Tage. Mit intelligenten Vorhersagen bis zu 7 Stunden wissen Sie, wohin sich Ihre Werte entwickeln, und können rechtzeitig reagieren. Individuelle Alarme und klare Darstellungen geben Sicherheit – ob bei drohender Unterzuckerung in 30 Minuten, Veränderungen in 2 Stunden oder nächtlichen Risiken. Das Team von Roche Diagnostics Deutschland stellt Ihnen die neue CGM-Lösung vor.

Für wen? Menschen mit Typ-1- und Typ-2-Diabetes sowie Diabetesteams

Wo? Roche Raum

Diabetestechnik live erleben

11. Februar 2026, 18.00 Uhr

Diabetesberaterin Bettina Mittermeier stellt Ihnen die aktuellen Insulinpumpen, AID- und CGM-Systeme vor.

Für wen? Menschen mit Typ-1-Diabetes, Angehörige sowie Diabetesteams
Wo? Im DIASHOP Raum

Lernen Sie mehr über Ihren Diabetes mit den FreeStyle Libre Messsystemen

03. März 2026, 18.00 Uhr

Lernen Sie und Ihre interessierten Angehörigen die Vorteile des FreeStyle Libre 3 / 3 Plus Messsystems kennen – und entdecken Sie, wie die kontinuierliche Glukosemessung mit FreeStyle Libre Ihren Alltag erleichtern kann. Erfahren Sie, wie Ernährung und Bewegung Ihre Glukosewerte beeinflussen – und wie FreeStyle Libre diese Effekte kontinuierlich sichtbar macht im Gegensatz zu traditionellen Mess-Methoden mit Blutzuckertesttreifen. Stellen Sie Ihre Fragen vor Ort und bestellen Sie bei Interesse unverbindlich einen Probesensor.

Für wen? Menschen mit Typ-2-Diabetes und Ihre Angehörigen

Wo? Abbott Raum

Vorstellung mylife YpsoPump / AID mit mylife Loop 

04. März 2026, 18.00 Uhr

mylife Loop ist die spannende Kombination aus der Insulinpumpe mylife YpsoPump, optional dem CGM-System Dexcom G6 oder FreeStyle Libre 3 und FreeStyle Libre 3 Plus und dem Algorithmus mylife CamAPS FX. Das Ypsomed Team stellt Ihnen mylife Loop ausführlich vor und beantwortet Ihre Fragen.

Für wen? Menschen mit Typ-1-Diabetes sowie Diabetesteams

Wo? Ypsomed Raum

Gesunde Haut bei Diabetes – die richtige Pflege für ihr Hautbedürfnis finden

12. März 2026, 18.00 Uhr

Juckreiz, Trockenheit oder gereizte Haut? Bei Diabetes ist gesunde Haut kein Zufall. Erfahren Sie, warum die Haut besonders sensibel reagiert und wie einfache Pflegeroutinen viel bewirken können. Unsere Online-Veranstaltung zeigt, wie Sie Ihre Haut gezielt schützen und Komplikationen frühzeitig vorbeugen – ein kompaktes Update mit praktischen Tipps für mehr Wohlbefinden im Alltag mit Diabetes.

Für wen? Alle, die an Hautgesundheit interessiert sind

Wo? DIASHOP Raum

Diabetes-Schnack: Notfallmanagement

19. März 2026, 18.00 Uhr

„Diabetes Schnack“ heißt die Veranstaltungsreihe des Diabetologen Dr. Oliver Schubert-Olesen – live aus dem DIASHOP Diabetes-Fachgeschäft Hamburg. Wir laden Sie herzlich ein, bei dieser Hybrid-Veranstaltung über diashop.digital dabei zu sein. 

Thema des Diabetes Schnack: Notfallmanagement

Wenn es plötzlich schnell gehen muss: In unserer Online-Veranstaltung erfahren Sie, worauf Menschen mit Diabetes achten sollten, wenn kurzfristig ein Krankenhausaufenthalt ansteht. Wie bereiten Sie sich kurzfristig vor, was gehört unbedingt in die Kliniktasche (Medikamente, Hilfsmittel, Dokumente), welche Infos sind für das Behandlungsteam entscheidend – und wie vermeiden Sie typische Risiken rund um Insulin, Mahlzeiten, Nüchternzeiten und Untersuchungen? Praxisnah, klar und sofort umsetzbar, damit Sie auch im Akutfall gut vorbereitet sind.

Für wen? Menschen mit Diabetes sowie Diabetesteams

Wo? DIASHOP Raum

Erfahrungsaustausch zur mylife YpsoPump 

24. März 2026, 18.00 Uhr

Diese Veranstaltung richtet sich an alle, die das System mylife YpsoPump / mylife Loop bereits tragen. Das Ypsomed Team bringt eine Reihe an Tipps und Tricks mit und beantwortet gerne Ihren Fragen Fragen (bitte beachten Sie, dass Fragen zur Therapie nicht beantwortet werden können).


Für wen? Anwender:innen des Systems mylife YpsoPump / mylife Loop

Wo? Ypsomed Raum

Diabetestechnik live erleben: CGM-Systeme

25. März 2026, 18.00 Uhr

Diabetesberaterin Bettina Mittermeier stellt Ihnen die aktuellen CGM-Systeme vor.

Für wen? Menschen mit Diabetes, Angehörige sowie Diabetesteams

Wo? DIASHOP Raum

Diabetes im Familienalltag: Wissen, das Sicherheit gibt

15. April 2026, 18.00 Uhr

Diabetes bei Kindern wirft viele Fragen auf – und oft auch Sorgen. Was bedeutet die Diagnose wirklich für den Alltag? Wie gelingt ein entspanntes Miteinander in Kindergarten, Schule und Betreuung? Und wie können Eltern ihr Kind stärken, ohne ständig kontrollieren zu müssen?
In dieser Online-Veranstaltung richtet sich der Blick bewusst auf das, was Familien heute entlastet und stärkt. Wir sprechen darüber, wie moderne Technik Sicherheit gibt, wie Unter- und Überzuckerungen ruhig und souverän gemeistert werden können und warum Vertrauen und Gelassenheit so entscheidend sind.
Im Mittelpunkt steht die Botschaft: Diabetes lässt sich gut in ein ganz normales Leben integrieren. Mit Wissen, einer offenen Kommunikation und einer zuversichtlichen Haltung können Eltern und Kinder Sicherheit gewinnen, Ängste abbauen und Schritt für Schritt mehr Selbstständigkeit entwickeln.

Für wen? Kinder und Jugendlich mit Diabetes, deren Eltern sowie Diabetesteams

Wo? DIASHOP Raum

Das richtige CGM-System für Neueinsteiger und Wechsler. Bessere Zielerreichung in der Therapie mit Dexcom

21. April 2026, 18.00 Uhr

Der Einstieg in die CGM-Therapie – oder der Wechsel zu einem anderen System – ist ein entscheidender Schritt für eine erfolgreiche Diabetesbehandlung. Doch nicht jedes CGM unterstützt Menschen mit Diabetes gleichermaßen dabei, ihre Therapieziele zu erreichen. 
In diesem Vortrag beleuchten wir typische Herausforderungen bei Neueinsteigern und bestehenden CGM-Nutzern und zeigen, warum die Wahl des passenden CGM-Systems von Beginn an eine wichtige Rolle spielt. Dabei wird aufgezeigt, wie Dexcom CGM mit individuell einstellbaren Alarmen, kurzer Aufwärmzeit und flexibler Handhabung beim Sensorwechsel dazu beitragen kann, mehr Zeit im Zielbereich zu erreichen und die Sicherheit im Alltag zu erhöhen. Unterschiedliche Anzeigemöglichkeiten unterstützen zudem Flexibilität und eine gute Integration der CGM-Therapie in den Alltag sowie ins Diabetesteam.

Für wen? Menschen mit Typ-1- und Typ-2-Diabetes sowie Diabetesteams

Wo? Dexcom Raum

Gesunde Haut, starke Füße: Diabetes und Wundversorgung ganzheitlich gedacht

28. April 2026, 18.00 Uhr

Modul 1 – Haut verstehen & richtig pflegen

Die Haut leistet jeden Tag wichtige Arbeit – sie schützt, warnt und zeigt früh, wenn etwas nicht stimmt. Gerade bei Diabetes ist es wichtig, Veränderungen an Haut und Füßen rechtzeitig zu bemerken. In diesem Modul lernen Sie, wie die Haut aufgebaut ist, was sie schwächt und wie Sie trockene Stellen, Druckstellen oder kleine Risse früh erkennen können. Wir zeigen Ihnen einfache Pflegeroutinen, Tipps zur täglichen Selbstkontrolle und worauf Sie bei Schuhen und Socken achten sollten. So können Sie Hautproblemen und vielen Wunden wirksam vorbeugen.


Für wen? Menschen mit Diabetes, Angehörige sowie Diabetesteams

Wo? DIASHOP Raum

Mit Fett-Protein-Einheiten rechnen / Ernährung im Sommer mit Dr. Mirjam Eiswirth

29. April 2026, 18.00 Uhr

Eis, Grillabende, Pizza, Salate mit Dressing oder lange Sommerabende mit Freunden: Im Sommer verändert sich nicht nur der Alltag, sondern oft auch das Essverhalten. Doch wie wirken sich Fett und Eiweiß auf den Blutzucker aus? Dr. Mirjam Eiswirth berichtet über ihre Erfahrungen und gibt Tipps zur Berechnung der Fett-Protein-Einheiten (FPE).

In dieser Online-Veranstaltung erfahren Sie verständlich und praxisnah, wie FPE funktionieren, wann sie relevant sind und worauf bei sommerlichen Lebensmitteln besonders zu achten ist. Sie erhalten konkrete Tipps für typische Sommersituationen, lernen häufige Fehler zu vermeiden und gewinnen mehr Sicherheit im Umgang mit Ernährung und Insulin – auch bei Hitze, Bewegung und spontanen Mahlzeiten. Für alle, die den Sommer genießen möchten, ohne ständig den Blutzucker im Blick behalten zu müssen.


Für wen? Menschen mit Diabetes, Angehörige sowie Diabetesteams

Wo? DIASHOP Raum

Vorstellung mylife YpsoPump / AID mit mylife Loop 

06. Mai 2026, 18.00 Uhr

mylife Loop ist die spannende Kombination aus der Insulinpumpe mylife YpsoPump, optional dem CGM-System Dexcom G6 oder FreeStyle Libre 3 und FreeStyle Libre 3 Plus und dem Algorithmus mylife CamAPS FX. Das Ypsomed Team stellt Ihnen mylife Loop ausführlich vor und beantwortet Ihre Fragen.


Für wen? Menschen mit Typ-1-Diabetes sowie Diabetesteams

Wo? Ypsomed Raum

Diabetestechnik live erleben mit Neuigkeiten von der Frühjahrstagung

21. Mai 2026, 18.00 Uhr

Diabetesberaterin Bettina Mittermeier stellt Ihnen die aktuellen Insulinpumpen, AID- und CGM-Systeme vor und bringt Neuigkeiten von der Diabetes Frühjahrstagung 2026 mit.

Für wen? Menschen mit Typ-1-Diabetes, Angehörige sowie Diabetesteams

Wo? DIASHOP Raum

Schulsport, Vereinssport oder Profisport: Was müssen Kinder, Jugendliche und ihre Eltern bei ihrer Therapieanpassung beachten? Mit Ulrike Thurm

8. Juni 2026, 16.00 Uhr

Sport ist wichtig für die körperliche, soziale und emotionale Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Doch wie lässt sich sportliche Aktivität sicher mit einer bestehenden Diabetes-Therapie vereinbaren?

In unserer Online-Veranstaltung erfahren Kinder, Jugendliche und ihre Eltern, worauf es bei der Therapieanpassung im sportlichen Alltag ankommt. Ulrike Thurm (Diabetesberaterin DDG, Autorin der Diabetes- und Sportfibel, sowie Co-Autorin der AID-Fibel) gibt praxisnahe Einblicke, zeigt typische Herausforderungen auf und erklärt, wie Therapie, Training und Wettkampf gut aufeinander abgestimmt werden können.

Ob Einstieg in den Schulsport, ambitioniertes Vereinstraining oder der Weg in den Leistungssport – diese Veranstaltung bietet wertvolle Orientierung, Sicherheit und konkrete Tipps für einen aktiven und gesunden Alltag.

Für wen? Kinder und Jugendliche mit Typ-1-Diabetes, Angehörige sowie Diabetesteams

Wo? DIASHOP Raum

Hautschutz und Fixierung bei CGM-Sensoren und Insulinpumpensystemen

11. Juni 2026, 18.00 Uhr

CGM-Sensoren und Insulinpumpen sind aus dem Alltag vieler Menschen mit Diabetes nicht wegzudenken – für die Haut jedoch oft eine Herausforderung. Erfahren Sie, wie Hautzreizungen entstehen und warum der richtige Hautschutz entscheidend für den Therapieerfolg ist. Entdecken Sie praxisnahe Lösungen für eine sichere Fixierung, mehr Tragekomfort und eine gesunde Haut – auch bei Sport, Hitze und langer Tragedauer. Ein wertvoller Impuls für mehr Sicherheit, Komfort und Vertrauen in Ihre Diabetestechnik.

Für wen? Alle, die an Hautgesundheit interessiert sind

Wo? DIASHOP Raum

Gesunde Haut, starke Füße: Diabetes und Wundversorgung ganzheitlich gedacht

16. Juni 2026, 18.00 Uhr

Modul 1 – Haut verstehen & richtig pflegen

Die Haut leistet jeden Tag wichtige Arbeit – sie schützt, warnt und zeigt früh, wenn etwas nicht stimmt. Gerade bei Diabetes ist es wichtig, Veränderungen an Haut und Füßen rechtzeitig zu bemerken. In diesem Modul lernen Sie, wie die Haut aufgebaut ist, was sie schwächt und wie Sie trockene Stellen, Druckstellen oder kleine Risse früh erkennen können. Wir zeigen Ihnen einfache Pflegeroutinen, Tipps zur täglichen Selbstkontrolle und worauf Sie bei Schuhen und Socken achten sollten. So können Sie Hautproblemen und vielen Wunden wirksam vorbeugen.

Für wen? Menschen mit Diabetes, Angehörige sowie Diabetesteams

Wo? DIASHOP Raum

Das richtige CGM-System für Neueinsteiger und Wechsler. Bessere Zielerreichung in der Therapie mit Dexcom

17. Juni 2026, 18.00 Uhr

Der Einstieg in die CGM-Therapie – oder der Wechsel zu einem anderen System – ist ein entscheidender Schritt für eine erfolgreiche Diabetesbehandlung. Doch nicht jedes CGM unterstützt Menschen mit Diabetes gleichermaßen dabei, ihre Therapieziele zu erreichen. 
In diesem Vortrag beleuchten wir typische Herausforderungen bei Neueinsteigern und bestehenden CGM-Nutzern und zeigen, warum die Wahl des passenden CGM-Systems von Beginn an eine wichtige Rolle spielt. Dabei wird aufgezeigt, wie Dexcom CGM mit individuell einstellbaren Alarmen, kurzer Aufwärmzeit und flexibler Handhabung beim Sensorwechsel dazu beitragen kann, mehr Zeit im Zielbereich zu erreichen und die Sicherheit im Alltag zu erhöhen. Unterschiedliche Anzeigemöglichkeiten unterstützen zudem Flexibilität und eine gute Integration der CGM-Therapie in den Alltag sowie ins Diabetesteam.

Für wen? Menschen mit Typ-1- und Typ-2-Diabetes sowie Diabetesteams

Wo? Dexcom Raum

Urlaub, Reisen, Festival: Herausforderungen für die Therapieanpassung, mit Ulrike Thurm

22. Juni 2026, 18.00 Uhr

In dieser praxisnahen Online-Veranstaltung beleuchtet Ulrike Thurm, Diabetesberaterin DDG, Autorin der Diabetes- und Sportfibel, sowie Co-Autorin der AID-Fibel, wie moderne AID-Systeme im Kontext Urlaub, Reisen und Festivals reagieren, welche individuellen Einstellungen sinnvoll sind – und wie Unterzuckerungen und Glukoseanstiege vermieden werden können.


Für wen? Menschen mit Typ-1-Diabetes, Angehörige sowie Diabetesteams

Wo? DIASHOP Raum

Sommer mit Diabetes

Mit Diabetes gut durch den Sommer

Insulin und Temperaturen – Vorsicht bei Hitze
Insulin ist sehr temperaturempfindlich, schon bei Temperaturen über 30° C muss man besonders darauf achten, dass es nicht zu heiß wird. Deshalb solltet ihr Insulin nie ungeschützt in der Sonne, im Auto oder im Rucksack aufbewahren. Auch Blutzuckermessgeräte, Teststreifen und CGM-Sensoren reagieren empfindlich auf Hitze. Lagert diese ebenfalls schattig und kühl.

Achtung bei Lagerung im Urlaubskühlschrank
Besondere Vorsicht ist bei der Aufbewahrung von Insulin in Hotel-Kühlschränken geboten. Hier kann es vorkommen, dass der Kühlschrank bei Verlassen des Zimmers mit der Stromabschaltung ebenfalls ausgeht. Wird der Strom später wieder eingeschaltet, kühlt das Gerät stark herunter, um schnell die Zieltemperatur zu erreichen – im Extremfall bis zum Einfrieren. Andere Kühlschränke wiederum kühlen durchgängig so weit herunter, dass eine Insulinaufbewahrung dort nicht empfehlenswert ist. Es lohnt sich daher, eine entsprechende Tasche für Diabetesbedarf mit Kühlfunktion anzuschaffen, z. B. von FRIO oder InsulinSaver (beides bei DIASHOP erhältlich). So bleibt euer Insulin immer richtig temperiert.

Mehr Bewegung, mehr Schwitzen – mehr Kontrolle nötig
Sommer bedeutet oft mehr Aktivität: Schwimmen, Wandern, Radfahren. Bewegung kann den Blutzuckerspiegel senken, manchmal sogar Stunden später. Die Arbeitsgemeinschaft Diabetes und Sport der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) empfiehlt, den Blutzucker vor, während und nach dem Sport zu messen. Beachte, dass Alarme bei CGM-Systemen bei körperlichen Aktivitäten angepasst werden sollten. Geeignete Snacks oder Traubenzucker sollten zudem immer griffbereit sein.

Richtig trinken – aber mit Köpfchen

Wasser macht den größten Teil aller Zellen aus und übernimmt essenzielle Aufgaben wie Nährstofftransport oder Temperaturregulation. Da wir tagtäglich Wasser über Atmung, Haut und Nieren verlieren, führt schon ein unbemerkter Flüssigkeitsmangel zu Symptomen wie Schwindel oder Kopfschmerzen – und auf Dauer steigt das Risiko für weitere Erkrankungen.
Um dem vorzubeugen, empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) täglich etwa 30 ml Wasser pro Kilogramm Körpergewicht – bei einer 70-kg-Person also rund zwei Liter. Bei Hitze, bei körperlicher Aktivität, Fieber, Durchfall oder Erbrechen sowie bei hoher Eiweiß- und
Salzzufuhr steigt der Bedarf weiter an. Ein hellgelber Urin ist ein guter Indikator für ausreichende Flüssigkeitszufuhr.

Regelmäßiges Trinken, noch bevor der Durst einsetzt, ist die einfachste Vorsorge. Erinnerungshilfen wie Trink-Apps oder farbige Trinkflaschen können helfen, den täglichen Bedarf spielerisch zu decken – für mehr Wohlbefinden und Gesundheit. Als Durstlöscher eignen sich vor allem ungesüßte Getränke: stilles oder kohlensäurehaltiges Wasser, Kräuter- und Früchtetees (gerne mit frischen Zitronenstückchen oder Minzblättchen) – im Sommer auch gekühlt. Kaffee und Schwarz- oder Grüntee tragen zwar ebenfalls zur Flüssigkeitsbilanz bei, sind aber keine optimalen Durstlöscher. Fruchtsäfte, Limonaden und Softdrinks enthalten oft bis zu sechs Zuckerwürfel pro Glas und sollten daher vermieden werden.

Doppelter Diabetes

Zunehmendes Risiko: Doppelter Diabetes

Menschen mit Typ-1 Diabetes können im Laufe ihres Lebens Merkmale von Typ-2 entwickeln, dies wird auch als „Doppelter Diabetes“ bezeichnet. Steigt der Insulinbedarf kontinuierlich an und über- schreitet etwa 100 Einheiten pro Tag, ist das ein Warnsignal: „Ein höherer Insulinbedarf kann ein Hinweis auf eine beginnende Insulinresistenz sein, so Prof. Thomas Haak (Diabetes-Klinik Bad Mergentheim) beim Kongress „Innere Medizin fachübergreifend – Diabetologie grenzenlos“. Häufig zeigen sich gleichzeitig weitere Anzeichen wie vermehrtes Bauchfett, erhöhte Blutfettwerte und Bluthochdruck. Diese Kombination verdoppelt das Risiko für Folgeerkrankungen bei Diabetes.

Doppelter Diabetes ist immer häufiger ein Thema in Arztpraxen. Die gute Nachricht ist: Wird er rechtzeitig erkannt und richtig behandelt, lässt sich das Risiko für Herz- und Gefäßschäden deutlich reduzieren. Menschen mit Typ-1-Diabetes sollten deshalb nicht nur ihren Blutzucker im Auge behalten, sondern ihren gesamten Stoffwechsel regelmäßig überprüfen.

Doppelter Diabetes: Was kann helfen?

Wer seine Insulinsensibilität erhöhen möchte, profitiert bereits von 150 Minuten moderatem Ausdauertraining pro Woche. Parallel dazu empfiehlt sich eine gesunde Kost mit reichlich Gemüse, Hülsenfrüchten, Vollkornprodukten, Fisch und Olivenöl, während Zucker und stark verarbeitete Lebensmittel nur sparsam auf den Teller kommen sollten. Selbst eine moderate Gewichtsreduktion von fünf bis sieben Prozent des Körpergewichts kann den Insu- linbedarf deutlich senken. In vielen Kliniken gehört zur sogenannten „Stoffwechsel- Reset-Phase“ außerdem ein zwölftägiges Leberfasten oder das Einlegen von gelegentlichen Hafertagen, an denen an zwei aufeinanderfolgenden Tagen nahezu ausschließlich Hafer in unterschiedlichen Zubereitungsformen verzehrt wird. Wichtig sind Vor- und Nachsorge durch ein erfahrenes Team, um Folgekomplikationen wie Unterzuckerungen und Nährstoffmängel zu vermeiden.

Medikamente gezielt nutzen

Metformin ist zwar nicht für Typ-1-Diabetes zugelassen, wird bei Doppeltem Diabetes jedoch häufig off-label (außerhalb des zugelassenen Anwendungsgebietes) eingesetzt, um die Insulinempfindlichkeit zu steigern. Auch weitere Medikamente können in sorgfältig überwachten Fällen eingesetzt werden.

Tipps für den Alltag

Es lohnt sich, Gewicht, Bauchumfang, Blutdruck und Blutfette mindestens einmal pro Jahr prüfen zu lassen und gegebenenfalls mit Ihrem Diabetesfachteam zu besprechen. Zeigt der Insulinbedarf plötzlich einen deutlichen Anstieg, sollte man umgehend den eigenen Lebensstil und die Therapie gemeinsam mit dem Behandlungsteam überprüfen. Bereits kleine Veränderungen, etwa tägliche Spaziergänge oder eine zusätzliche Portion Gemüse zu jeder Mahlzeit, können spürbare Verbesserungen bewirken. Dabei hilft es, alle verfügbaren Fachkräfte einzubeziehen – vom Diabetes-Team über die Ernährungsberatung und Sporttherapie bis hin zu einer Psychotherapie, falls nötig. Wichtig ist vor allem, dranzubleiben: Kontinuierliche, kleine Fortschritte entfalten langfristig mehr Wirkung als radikale Crash-Diäten.