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Essen Berechnung im Sommer

Essen im Sommer – Tipps zur Berechnung

Grillen, Eis, Biergarten, Urlaubsbuffet: Jetzt lockt das leckere Essen. Gar nicht so einfach gestaltet sich dabei manchmal die Berechnung der BE bzw. KE. Diabetesberaterin Simone Winter aus dem DIASHOP Team hat Tipps für uns. 

Nicht nur Corona, auch das kalte Frühlingswetter hat uns in diesem Jahr einen Strich durch die Rechnung gemacht. Doch jetzt ist er da, der Sommer. Grillen im Garten, Entspannen im Biergarten und im Eiscafé, Genießen im Urlaub. Endlich wieder, wie wunderbar. Wären da nicht diese kulinarischen Fallstricke aus Kohlenhydraten, Fett und Eiweiß, die im Rahmen einer Insulinbehandlung teilweise schwer zu berechnen sind. Die Herausforderungen des Genuss-Sommers heißen Eis in der Tüte, Fleisch auf dem Grill und All-inclusive-Buffet.

Wie berechnet man Eis?

Als grobe Faustformel kann man sich merken: Eine Portion Milcheis (75 g) hat etwa 1,7 Kohlenhydrateinheiten (KE), ein Fruchteis in gleicher Größe etwa 2,2 KE. Für eine Eiswaffel sollten Sie ca. 1 KE (klein), bzw. 1,5 KE (mittel) bis zu 2 KE (groß) kalkulieren. Milcheis hat einen höheren Fettanteil, daher steigt der Blutzucker hier langsamer an als bei Fruchteis.

Viel Fett, viel Eiweiß

Steaks, Burger, Fisch und andere Leckereien vom Grill haben zwar keine Kohlenhydrate, trotzdem sind sie unter Umständen nicht ohne Wirkung auf den Blutzucker. Denn bei Mahlzeiten mit viel Fett und Eiweiß wandelt der Körper einen Teil davon in Glukose um – mit einiger Verzögerung steigen die Werte an. Das ist sehr individuell. Manch einer bemerkt diesen Effekt gar nicht, beim nächsten ist er sehr ausgeprägt. Dann kann es empfehlenswert sein, zusätzlich Insulin abzugeben. Zur Berechnung wird die Fett-Protein-Einheit (FPE) verwendet. Eine FPE entspricht hundert Kilokalorien aus Fett (= 9 kcal pro Gramm) und Eiweiß (= 4 kcal pro Gramm). Bei Lebensmitteln ohne Kohlenhydrate (beispielsweise nur Fleisch) ist die Berechnung recht einfach:

Man teilt den Kaloriengehalt der Mahlzeit durch 100 und erhält die FPE. Wenn die Mahlzeit auch Kohlenhydrate enthält, muss deren Kaloriengehalt vom Gesamtkaloriengehalt abgezogen werden, bevor man durch 100 teilt.

Was macht man, wenn man die FPE ermittelt hat? FPE dürfen nicht wie BE oder KE einfach mit dem Kohlenhydratfaktor multipliziert und das Insulin dafür gespritzt werden. Das Insulin muss verzögert abge- geben werden, um die verzögerte Wirkung der FPE abzufangen, sonst kann es zu einer Unterzuckerung kommen. Je mehr FPE man zu sich nimmt, desto länger ist die Wirkung auf den Blutzucker. Am einfachsten lässt sich dies mit einer Insulinpumpe und dem verzögerten Bolus steuern. Bei einer Pen- therapie (ICT) kann das Insulin zeitlich verteilt in gesplitteten Dosen gespritzt werden. Klingt kompliziert und erfordert etwas Übung. Lassen Sie sich dazu vorab von Ihrem Diabetesteam beraten. Im Herbst 2021 soll auch ein neues Schulungsprogramm zu diesem Thema kommen („Profet“).

Wie rechne ich am Buffet?

Hier bleibt nur schätzen, denn wer möchte schon gerne abwiegen? Zum einen hilft es, wenn man bildlich das Essen auf dem Teller aufteilt: Was enthält Kohlenhydrate (und wie viele ungefähr), was nicht? Dazu kommen „Zugaben“ wie Soßen und Panaden, die grob gesagt mit 1 bis 2 BE/KE pauschal berechnet werden. Der Fett-Protein- Gehalt (siehe oben) spielt natürlich auch eine Rolle. Am besten geht man vorsichtig an die Sache heran und arbeitet mit Insulin-Korrekturen. Im Vorteil am Buffet sind wieder die Nutzer moderner Diabetestech- nik wie Insulinpumpen, AID- und CGM-Systemen. Sie unterstützen die Korrektur teilweise schon automatisch.

Wasser oder Softdrink?

Zuckerhaltige Getränke gehen voll zu Lasten des Blutzuckers, daher würde ich darauf verzichten. Es gibt sehr gute Alternativen, wie INSTICK Instant Getränke, die einfach in Wasser oder Milch aufgelöst werden. Daraus wird ein Eis, Eistee oder Eiskaffee – blutzuckerfreundlich und fast kalorienfrei. Einige Sorten können auch den Fruchtsaft in Cocktails ersetzen oder für Desserts oder Kuchen verwendet werden.

PS: Und weil viele nach den Grillsoßen (siehe Foto oben) gefragt haben, die gibt es hier: OHSO Lecker

Das schmeckt nach Sommer – erfrischender Wassermelonensalat mit Feta

Sie dürfen beim Grillen auf gar keinen Fall fehlen – leckere Grillbeilagen. Zu den Klassikern zählen ganz klar Salate wie Nudel- und Kartoffelsalat. Doch bei heißen Temperaturen darf es auch gerne mal ein erfrischender und fruchtiger Sommersalat sein. Wie wäre es also mit einem Wassermelonensalat mit Feta? Die Kombination aus süßer Wassermelone und salzigem Feta-Käse sorgt nicht nur für Abwechslung unter den Grillbeilagen sondern ist durch seinen fruchtig-frischen Geschmack der perfekte Begleiter für heiße Sommertage. Da die Wassermelone zu über 90% aus Wasser besteht, gleicht sie in der warmen Jahreszeit zudem auch den Flüssigkeitsverlust aus.

Wassermelonensalat mit Feta
Wassermelonensalat mit Feta – der erfrischende und fruchtige Sommersalat ist der perfekte Begleiter bei jeder Grillparty © Lukas Gojda / Fotolia

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Sommerzeit ist Grillzeit, doch es geht auch ohne Fleisch: Schafkäse-Tomaten-Päckchen mit Basilikumdip

Endlich ist sie wieder da – die Grillsaison! Für Grillfreunde die schönste Zeit des Jahres. Jetzt wird wieder fleißig gebrutzelt – ganz egal, ob auf Einmalgrill, Holzkohleklassiker oder Gasgrill.
Gegrilltes kann sehr lecker und auch gesund sein, denn richtiges Grillen ist eine der gesündesten Gararten, die es gibt. Durch die direkte Hitzestrahlung schließen sich sofort die Poren des Grillfleischs, wodurch weniger wertvolle Vitamine und Mineralstoffe verloren gehen und auch die typischen Geschmacksstoffe besser erhalten bleiben. Grillen ist besonders fettarm, da durch die starke Hitze das Fett schmilzt und austropft. Vorsicht ist aber trotzdem geboten. Hält man sich nicht an einfache Grill-Regeln, kann das Gegrillte sehr ungesund und sogar krebserregend sein.
Achtet daher stets darauf, dass Fett niemals in die Glut tropft. Dieses verbrennt auf der heißen Kohle und lässt krebserregende Benzpyrene entstehen, die sich auf dem Grillgut ablagern können. Es lohnt sich entweder Alufolie oder Alugrillschalen unter das Grillgut zu legen. So wird verhindert, dass Fett, Marinade oder Saft in die Glut tropft und ungesunder Rauch entsteht.
Zudem sollte keinesfalls gepökeltes Fleisch auf dem Grill landen. Das in Pökelfleisch enthaltene Nitritpökelsalz führt bei starker Hitze zur Bildung von krebserregenden Stoffen, den Nitrosaminen. Bockwürste, Kasseler, Leberkäse und ähnliche Fleischsorten, sollten deshalb beim Barbecue komplett vermieden werden.

Doch es muss nicht immer fettes Fleisch auf dem Grill landen. Wer Fettpölsterchen vermeiden und seinem Cholesterinwert etwas Gutes tun will, der kann mit Fisch, Gemüse und gegrillten Früchten wie Ananas, Mango oder Banane für Abwechslung sorgen.

Appetit bekommen? Schafkäse-Tomaten-Päckchen mit Basilikumquark sind eine gesunde Alternative für genussvolle Grillmomente.

Schafkäse-Tomaten-Päckchen
Es müssen nicht immer Würste, Nackensteaks oder Koteletts sein – Gegrilltes Gemüse enthält kaum Fett und ist darüber hinaus kalorienarm und gesund. © exclusive-design / Viktorija / Fotolia

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Grillen wie die Weltmeister: Während König Fußball regiert, wird fleißig gebrutzelt

Momentan kennt die Fußballeuphorie keine Grenzen. Dabei sind die Deutschen nicht nur im Feiern, sondern auch im Grillen weltmeisterlich. © Astrid Götze-Happe / pixelio.de
Momentan kennt die Fußball-Euphorie keine Grenzen. Dabei sind die Deutschen nicht nur im Feiern, sondern auch im Grillen weltmeisterlich. ©Astrid Götze-Happe / PIXELIO

Eine ganze Nation ist der derzeit dem Fußball-Fieber verfallen: Während König Fußball die Welt regiert, wird passend zum WM-Spektakel weltmeisterlich gegrillt. Kaum ein Garten, eine Terrasse oder ein Balkon, von denen wenige Stunden vor dem Anstoß keine Rauchsäulen aufsteigen. Gemeinsames Brutzeln ist einfach gesellig und gehört zur Fußball-Euphorie dazu. Dennoch sollten alle Viel-Griller ein paar grundlegende Dinge beachten, damit die eigene Gesundheit nicht unterm „BBQ“ leidet.
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