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Diabetes zum Anfassen – #dedoc am 11.10.2025 Mainz

Am Samstag, den 11. Oktober 2025, fand das Event-Format #dedoc – Diabetes zum Anfassen in Mainz statt. Die Veranstaltung bot Menschen mit Diabetes die Möglichkeit, neueste Technologien und Hilfsmittel hautnah zu erleben und selbst auszuprobieren. Dabei stand nicht das „beste“ System im Vordergrund, sondern die Frage, welches am besten zu den individuellen Bedürfnissen und zum eigenen Alltag passt. In interaktiven Workshops, bei Live-Demos und im persönlichen Austausch konnten die Besucher:innen verschiedene Systeme kennenlernen und vergleichen.

Vor Ort vertreten waren unter anderem Abbott, ruby limes, diasticker, WETID – und  DIASHOP als Fachhändler. Angelique und Andrea führten als Team DIASHOP viele interessante Gespräche, vor allem zu den Themen Hautschutz und den digitalen kostenfreien Veranstaltungen (diashpo.digital), die durchweg positives Feedback erhielten. Auch für das leibliche Wohl war gesorgt – die bei DIASHOP erhältlichen zuckerfreien Naschereien kamen sehr gut an, und besonders die Neoh-Riegel dürften künftig in dem einen oder anderen Warenkorb im Onlineshop landen.

Es war ein rundum gelungenes Event und ein gutes Gefühl, als Partner vor Ort zu sein. Andrea und Angelique konnten die Gelegenheit nutzen, um auch noch einmal auf die Zuzahlungsbefreiung bei DIASHOP hinzuweisen und sie konnten viele persönliche Kontakte pflegen.

Ein besonderer Dank geht an Leonie Busch und Bastian Hauck, den Gründer von dedoc, für die hervorragende Organisation und das tolle Eventkonzept.

Blutzuckerwerte im Sport

Beim Sport die Blutzuckerwerte im Griff haben

Laufen, Fußball, Fitness – Sport macht Spaß und ist gesund. Gerade Letzteres gilt auch und besonders für Menschen mit Diabetes Typ 1. Regelmäßiges Training trägt dazu bei, Folgeerkrankungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Nervenstörungen oder diabetischen Fuß zu verhindern. Allerdings stellt Sport Betroffene auch vor Herausforderungen und birgt Risiken, wie Thomas Nowakowski aus Bautzen weiß: „Während des Trainings oder bis zu 24 Stunden danach kann es zu stark abfallenden Blutzuckerwerten kommen. Das ist besonders heikel in der Nacht“, so der 40-Jährige. Trotz seines Typ 1 – Diabetes  ist Sport ein wichtiger Bestandteil seines Lebens und er steckt sich hohe Trainingsziele.

Erfahrungen eines Betroffenen 

Glücklicherweise sind selbst Triathlons oder andere herausfordernde Wettkämpfe für Betroffene meist gut möglich. Bestes Beispiel dafür ist Tennis-Star Alexander Zverev, der seit seiner Kindheit Diabetes hat. Auch ehrgeizige Freizeitsportler können viel erreichen. Voraussetzung ist, die Blutzuckerwerte rund um die Uhr unter Kontrolle zu haben. Hilfreich sind dabei Systeme zur kontinuierlichen Glukosemessung (CGM). „Das System warnt vor Hoch- oder Niedrigzucker durch Signaltöne oder Vibration“, so Nowakowski. „Mit der Zeit lernt man so seinen Körper sehr gut kennen und kann die Werte in Verbindung mit Art und Dauer der Anstrengung richtig einschätzen.“ Der sportbegeisterte Mann trägt das Eversense E3 CGM System. Die Besonderheit ist hier, dass der Sensor unter die Haut implantiert wird. Nach dem Einsetzen durch einen geschulten Arzt hält er bis zu 180 Tage. Ein regelmäßiges Selbsteinsetzen des Sensors entfällt. Der abnehmbare Smart Transmitter über dem Sensor, der die Werte an die Smartphone-App sendet und Vibrationsalarme abgibt, sorgt für Flexibilität und Tragekomfort.

Frühzeitige Warnung vor Unterzuckerungen

„Durch die Möglichkeit, den Transmitter immer wieder mit einem frischen Pflaster auf den Arm zu setzen, sind Schwitzen, Schwimmen oder Schmutz kein Problem mehr. Und auch ein Verlieren des Sensors gehört der Vergangenheit an“, erklärt Nowakowski. Unter www.diabetes.ascensia.de finden Interessierte ein Kontaktformular sowie Anmeldeoptionen für Live-Webinare. Generell ist es für Sportler mit Diabetes Typ 1 wichtig, bei Aktivitäten richtig ausgerüstet zu sein: „Das CGM sollte immer einsatzbereit sein. Das hat mir etwa beim Sachsentrail 2020 geholfen: Unterzuckerwarnung, obwohl ich mich gut fühlte. Nach fünf Minuten Essenspause ging es weiter. Ohne CGM wäre es später aufgefallen und die Pause wäre länger ausgefallen oder ich hätte das Rennen abbrechen müssen.“ Daher sollte man auch immer etwas parat haben, um Unterzuckerungen entgegenzuwirken, wie Traubenzucker, Gummibärchen oder Orangensaft.

 

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Für weitere Informationen: https://www.diabetes.ascensia.de/

Quelle: Ascensia Diabetes Care Deutschland GmbH, Leverkusen

Diabetestechnik defekt

Diabetestechnik defekt – meist ein Fall für den Hersteller

Diabetestechnik defekt? Wenn die Insulinpumpe oder das CGM-System defekt sind, ist schneller Rat gefragt. DIASHOP unterstützt mit einer 24-Stunden-Hotline, für Reklamationen sind aber meist die Hersteller direkt zuständig. Ein Überblick:

24-Stunden-Hotline

Das spezialisierte Team bei DIASHOP ist 24 Stunden für Kunden da, wenn sie mit ihrer Insulinpumpe, ihrem AID- oder CGM-System technische Probleme haben. Telefonisch lässt sich meist schnell klären, ob das System wirklich defekt ist oder ob eine Beratung zur Handhabung das Problem löst. „Das Team kümmert sich gerne um technische Fragen, darf aber keine Empfehlungen zur Diabetestherapie geben, auch wenn das häufig gewünscht wird“, betont die Leiterin der Notfall-Hotline bei DIASHOP Anne-Catrin Bieber.

Die Telefonnummer der 24-Stunden-Hotline zu Insulinpumpen und CGM-Systemen ist zu finden unter: www.diashop.de/kontakt

Wird ein technischer Defekt festgestellt, führt der nächste Schritt meist über den Hersteller, der sich um den Austausch bzw. die Reparatur kümmert. Insulinpumpen haben in der Regel eine Garantie von vier Jahren, bei CGM-Sensoren gilt die Garantie für die Laufzeit des Sensors und – falls vorhanden – des Transmitters.

Kontaktdaten der Hersteller für Reklamationen:

Ypsomed (mylife YpsoPump)

Bitte die Trainingscheckliste bzw. den Nachweis der technischen Einweisung von DIASHOP bereithalten.

Teefon: 0800/9 77 66 33

 

ViCentra (Kaleido)

Hier wenden Sie sich bitte an das DIASHOP Team unter:

Telefon: 0800/6 22 62 25

 

Roche Diabetes Care (Accu-Chek)

Telefon: 0800/4 46 68 00

 

Medtronic (MiniMed)

Telefon: 0800/6 46 46 33


IME-DC (Dana)

Telefon: 09281/85 01 60

 

Dexcom

Online-Formular für Reklamation von Sensoren:

dexcom-intl-de.custhelp.com/app/support_request/

Telefon: 0800/7 24 64 47

 

Insulet (Omnipod)

Telefon: 0800/1 82 16 29

 

Ascensia (Eversense)

Telefon: 0800/5 08 88 44

heydabie

heyDabie – Die Community-App für Menschen mit Diabetes

Kennt ihr schon „heyDabie“, das Netzwerk für Menschen mit Diabetes? heyDabie ist eine Diabetes-Community-App, die alle Menschen mit Diabetes miteinander verbindet und das Leben mit Diabetes erleichtert. Mit der heyDabie App hast du die Möglichkeit, andere Menschen mit Diabetes – sowohl Typ-1- als auch Typ-2-Diabetiker –, aus der Community zu finden und dich mit ihnen auszutauschen, zu treffen oder einfach nur zu chatten.

Mit Hilfe der App findest du auch ganz einfach andere Menschen mit Diabetes in deiner Nähe, die dir vielleicht im richtigen Moment mit einem Diabetes-Hilfsmittel aushelfen können. Zum Beispiel, wenn du auf der Wasserrutsche oder im Kletterwald bist und einen wichtigen Gegenstand deiner
Ausrüstung vergessen hast.

Der kostenlose Download ermöglicht es dir, die App nur bei Bedarf herunterzuladen – ideal,
wenn du auf Reisen bist und ausgerechnet jetzt etwas vergessen hast. Du kannst innerhalb der App deinen individuellen Diabetes-Steckbrief erstellen.

Wie ist die Idee der App entstanden? 

Birgit Welther ist mit ihrer  5-jährigen Tochter Dana gerne auf Reisen, z.B. zu den Großeltern. Bei Dana wurde vor zwei Jahren Diabetes Typ 1 diagnostiziert. Nach der Diagnose
hatte Birgit jedoch großen Respekt vor längeren Autofahrten und stets Sorge, etwas vergessen zu
haben. Hierbei kam ihr die Idee mit der App: „Wie praktisch wäre es, wenn man via App nachsehen kann, ob man vor Ort ebenfalls betroffene Personen ausfindig machen kann.“

Gesagt, getan. Sie hat sich im Alleingang ans Werk gemacht, gemeinsam mit einem Programmierer die Idee zur App umgesetzt. 

Wie funktioniert die App und was kann sie?

Via Standortermittlungsdienst, welcher auf jedem Handy eingeschaltet werden kann, findet
man Menschen mit Typ 1 und Typ 2 Diabetes in seinem direkten Umkreis. Eine Filterfunktion ermöglicht, Personen mit dem gleichen Equipment zu selektieren. Mit der Chat-Funktion tritt man dann direkt in Kontakt – und wenns dann auch nur zum Kennenlernen auf einen Kaffee oder ein
Playdate am Spielplatz mit den Kids ist.

Mittlerweile nutzen die App über 1000 Menschen mit Diabetes und viele davon haben sich auch schon connected. Das Feedback per Instagram oder E-Mail, so Birgit Welther, ist durchweg positiv. 

Hier entlang zur kostenlosen App der gängigen Betriebssysteme. Viel Spaß beim Connecten! 

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Diabetesversorgung Petition

90.000 Unterschriften für den Erhalt der Diabetesversorgung

Mit einer Petition (wir hatten berichtet) hatte der Bundesverband niedergelassener Diabetologen e.V. (BVND) in den vergangenen Wochen die Politik aufgefordert, Nachbesserungen am Gesundheitsversorgungsstärkungsgesetz (GVSG) vorzunehmen. Die Auswirkungen des Gesetzes auf die Versorgung von chronisch erkrankten Menschen waren im Entwurf nicht mitbedacht worden.

Am 13. September übergaben Diabetologinnen und Diabetologen gemeinsam mit ihren Patientinnen und Patienten beim Bundesministerium für Gesundheit (BMG) über 90.000 Unterschriften. Sie fordern damit entschlossen die Politik zum Handeln auf.

„Wir sind heute hier, um auf die Bedürfnisse von chronisch Erkrankten und uns Ärztinnen und Ärzten, die diese versorgen, aufmerksam machen. Der derzeitige Entwurf des GVSG bedroht die Existenz vieler diabetologischer Schwerpunktpraxen und damit ganz unmittelbar die künftige Versorgung von chronisch und schwer an Diabetes erkrankten Menschen“, so Dr. Iris Dötsch, stellvertretende BVND-Vorsitzende. „Die Problematik hat man inzwischen auch im BMG erkannt. Wir fordern nun die Politik auf, das Gesetz im parlamentarischen Verfahren entsprechend nachzubessern. Entsprechende konkrete Vorschläge dafür liegen auf dem Tisch!“

Die Deutsche Diabetes Gesellschaft e.V. (DDG) teilt diese Einschätzung uneingeschränkt: „Die Zukunft der diabetologischen Schwerpunktpraxen, die mit ihren strukturellen, organisatorischen und personellen Voraussetzungen eine umfassende Expertise bei der Versorgung von Menschen mit Diabetes aufweisen, ist mit dem aktuellen Entwurf des GVSG in akuter existenzieller Gefahr. Inzwischen leben mehr als 9 Millionen Menschen in Deutschland mit Diabetes. Jährlich erkranken ca. 500.000 Menschen neu. Es ist inakzeptabel, dass die Politik die medizinische Versorgung dieser Menschen aufs Spiel setzt, weil die erforderliche leitliniengerechte Behandlungsintensität und -qualität nicht mehr vergütet werden kann. Wir appellieren an die Abgeordneten des Deutschen Bundestages, das Gesetz anzupassen und die Bedürfnisse von Menschen mit Diabetes endlich ernst zu nehmen“, erläutert Dr. med. Tobias Wiesner, DDG Vorstandsmitglied und niedergelassener Diabetologe.

Auch diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe sorgt sich um die künftige Versorgung von Diabetes-Patientinnen und -patienten: „Vor zwei Wochen hatten wir ein Treffen mit 40 engagierten Menschen mit Diabetes, die sich entsetzt zeigten über die bisherige Version des GVSG. Sie fordern mehr Respekt für ihr tägliches Diabetes-Management und die engmaschige Versorgung in den Diabetes-Praxen“, sagt Nicole Mattig-Fabian, Geschäfts-führerin von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe.

Für kritisch befunden werden insbesondere die geplante Umstellung von Quartalspauschalen auf Jahrespauschalen für die Versorgung von chronisch erkrankten Menschen sowie die im Gesetzesentwurf vorgesehenen Kriterien unter welchen die Vorhaltepauschalen gestaffelt ausgezahlt werden.

Quelle: Deutsche Diabetes Gesellschaft, Pressemitteilung vom 13. September 2024

https://www.ddg.info/presse/2024/bvnd-ddg-und-diabetesde-deutsche-diabetes-hilfe-mahnen-nachbesserungen-im-gvsg-an