Kategorie: Allgemein

Mit Diabetes im Gepäck... Ab ins Grüne

Ab ins Grüne mit Diabetes im Gepäck (+Touren-Packliste)

Bei gutem Wetter den Tag mit dem Fahrrad oder mit dem Rucksack beim Wandern unterwegs sein – anhalten, wo es am schönsten ist – oder lecker essen gehen. Das klappt natürlich auch mit Diabetes, wenn auch nicht ganz so spontan. Wer eine längere Tour mit dem Rad oder zu Fuß plant, sollte vor allem an zwei Dinge denken: Was brauche ich unterwegs, und wie muss ich das Insulin anpassen, um eine Unterzuckerung zu vermeiden?

Leider lässt sich Letzteres nicht pauschal beantworten. Auf die Frage „Ich will 10 Kilometer wandern, um wie viel muss ich mein Insulin reduzieren?“ kennt auch Google keine Antwort. Wie viel Insulin der Körper bei Bewegung braucht, hängt von vielen Faktoren ab, beispielsweise vom Trainingszustand und der Dauer und Intensität der Bewegung. Wer eher untrainiert an die Sache herangeht, hat in der Regel einen höheren Glukoseverbrauch bei Bewegung als jemand, der regelmäßig Sport treibt. Entsprechend muss die Insulindosis angepasst werden.

Insulin reduzieren

Beim Sport bzw. bei Bewegung braucht der Körper weniger Insulin, die Dosis sollte also rechtzeitig vor der geplanten Fahrrad- oder Wandertour reduziert werden. Dieses Problem betrifft alle, die mit Insulin behandelt werden – ob Typ 1 oder Typ 2.

Wer eine Insulinpumpe trägt, kann kurzfristiger reagieren und die Basalrate nach Bedarf prozentual anpassen. Bei einer intensivierten-konventionellen Therapie (ICT) sollte man sich frühzeitig festlegen und das Basalinsulin je nach Art und Wirkdauer reduzieren. Auch über das Mahlzeiteninsulin lässt sich die Anpassung steuern. Empfehlungen dazu gibt dir dein Diabetesteam. Letztlich hilft nur: vorischtig ausprobieren. Der Effekt, den Sport bzw. Bewegung auf den Insulinbedarf hat, wird häufig unterschätzt.

Nicht zu vergessen: Bei Hitze wirkt Insulin schneller. Deshalb besser das Insulin etwas mehr reduzieren und bei Bedarf mit schneller Energie (Trauben- oder Flüssigzucker) gegensteuern. Lieber etwas höhere Werte in Kauf nehmen, als das Risiko einer Unterzuckerung einzugehen.

Hitze, Schweiß, Sonnenbrand

Hitze zerstört nicht nur Insulin, auch CGM-Sensoren vertragen keine direkte Sonneneinstrahlung. Eine spezielle Kühltasche wie FRIO ist eine sinnvolle (und langlebige) Anschaffung. In die Tasche wird alles gepackt, was nicht zu warm werden darf, wie Insulin, Pen und Blutzuckermessgerät. Wer den CGM-Sensor am Oberarm trägt, sollte ihn mit einem Shirt oder einem Tape (z. B. autsch & go) vor direkter Sonneneinstrahlung schützen.

Dies erspart auch eine schmerzhafte Erfahrung, die jeder kennt, der sich schon einmal unter dem transparenten Sensorpflaster die Haut verbrannt hat. Eine zusätzliche Fixierung mittels Tape oder Trageband ist empfehlenswert, damit sich der Sensor durch vermehrtes Schwitzen nicht löst.

Wer eine Tour auf dem Wasser mit dem Kanu oder Segelboot plant, sollte zudem an eine wasserfeste Tasche für den Diabetesbedarf denken, die es z. B. von Aquapac gibt.

Touren-Packliste (je nach Therapie)

  • Insulinpens bzw. Insulinpumpe mit ausreichendem Insulin für den Tag
  • Ersatz-Infusionsset bzw. Pod für Omnipod
  • Blutzuckermessgerät/CGM-System einschließlich Zubehör/Ersatz-Sensor
  • Ketonmessgerät (bei FreeStyle Libre integriert) und Ketonteststreifen
  • Einwegspritze (für Insulinpumpenträger)
  • Mittel zur Hautdesinfektion
  • Kohlenhydrate (schnelle, z. B. Traubenzucker und langsame, z. B. Brot oder Sport riegel)
  • Fixierung für Sensoren/Infusionssets, z. B. Tape, Trageband
  • Ersatzbatterien/Ladekabel/Akku (Powerbank) – für alle, die ihr Smartphone als Empfänger nutzen
  • Kühltasche für Insulin und Diabetesbedarf
DIASHOP Bierdeckel Diabetes-Sprüche

Diabetes-Sprüche für den Wohnzimmertisch – unsere „Wort zum Sonntag“-Bierdeckel

Diejenigen unter euch, die unserer Facebook-Seite Diabetiker.info folgen, kennen sicherlich unsere Wörter zum Sonntag bzw. Diabetes-Sprüche. Vielleicht habt ihr sie auch schon im Diabetes Journal entdeckt? Man findet unsere Sprüche sogar bereits auf T-Shirts gedruckt oder in Profilbildern bei Facebook oder Instagram wieder.  Sie sollen den Diabetes auf die Schippe nehmen, Mut machen, motivieren, aufklären… Wir haben uns in den letzten Jahren bereits fast 200 Diabetes-Sprüche einfallen lassen und haben immer noch neue Ideen. Und weil sie in der Diabetes Community sehr gut ankommen, gibt es sie jetzt auch als Bierdeckel.

Das DIASHOP-Team hat sich überlegt, die beliebtesten „Wörter zum Sonntag“ auf Bierdeckeln (4 Stück im Set) als Giveaway zur Bestellung kostenlos rauszugeben. Eine klasse Idee, damit ihr die Wörter zum Sonntag künftig auch als Trinkspruch zum Bier parat habt.

Hier findet ihr alle kostenlosen Beigaben zu eurer Bestellung bei DIASHOP: DIASHOP Giveaways

Von der Idee über erste freche Diabetes-Sprüche bis hin zu den Bierdeckeln

Wie kam es nun zu dieser Idee, jeden Sonntag ein „Wort zum Sonntag“ in den Sozialen Netzwerken zu posten, bzw. einen frechen, aufklärenden oder motivierenden Diabetes-Spruch? Nun, Diabetes-Vorurteile nerven richtig und halten sich noch immer hartnäckig. Weiterhin hat man im Alltag mit dem Diabetes-24-Stunden-Job nicht immer Spaß und die Motivation geht auch mal flöten. Aber dennoch ist es wichtig, in Sachen Diabetesmanagement motiviert, geduldig zu bleiben, sich über Vorurteile nicht zu ärgern, sondern schlagfertig darauf zu reagieren. Wer bereits viele Jahre mit Diabetes lebt, der hat sich sicherlich auch schon ein kleines Repertoire an Sprüchen im Kopf, mit denen er auf wiederholende Situationen und Vorurteile reagieren kann:

Beispiel:

  • „Du siehst gar nicht aus als hättest du Diabetes“

Dazu haben wir uns als Antwort überlegt:

  • „Und du siehst nicht aus wie ein cleveres Kerlchen. Das Aussehen kann aber auch täuschen.“

Auf dieser Basis entstand unser erstes Wort zum Sonntag. Wir waren überrascht, wie viele Leute es in den Sozialen Netzwerken geliket, geteilt und kommentiert haben. Somit war klar: Die Reihe müssen wir fortführen! Daher gibt es jeden Sonntag seit über drei Jahren unser „Wort zum Sonntag“, das sich großer Beliebtheit erfreut. Auch eure Ideen, Ergänzungen sind jederzeit willkommen :). 

Low-Carb-Biskuitteig

Schnelles Rezept für einen Low-Carb-Biskuitteig

Die Basis für viele gute Kuchen und Torten ist ein Biskuitteig. In der Regel ist dieser auch ganz einfach und aus nur wenigen Zutaten fix zubereitet, so auch dieser hier. Man findet zahlreiche Rezepte im Netz. Nun, was ist aber das Besondere an diesem Biskuitteig? Dieser Low-Carb-Biskuitteig ist blutzuckerfreundlich ganz ohne Zucker gemacht und trotzdem ziemlich lecker. Der Teig kommt ohne Getreidemehl aus und wird stattdessen mit Mandelmehl gebacken. Der Teig hat kaum Kohlenhydrate. Vergesst jedoch das Obst nicht zu berechnen oder den Pudding und die Sahne, falls diese für euch zu einem guten Obstkuchen dazugehört.

Mal ehrlich, es geht doch nichts über einen erfrischenden Obstkuchen, oder? Na dann verraten wir euch gleich mal unser Rezept ;).

Zutaten:

  • 100 Gramm Mandelmehl
  • 4 große Eier
  • 40 Gramm Frischkäse
  • Vanilleschote oder ein Fläschchen Butter-Vanille Aroma
  • 2 Teelöffel Zitronensaft
  • Zuckerersatz nach Bedarf, ich habe knapp 100 Gramm Xucker verwendet
  • Obst nach Belieben

Und so einfach und schnell bereitest du den Low-Carb-Biskuitteig zu.

Zubereitung:

  1. Backofen auf 175 Grad vorheizen.
  2. Eier trennen.
  3. Eiweiß steif schlagen.
  4. Mandelmehl, Zitronensaft, Vanille, Zuckerersatz. Frischkäse und Eigelb vermengen.
  5. Eiweiß unterheben.
  6. In eine Silikonformen bringen.
  7. 15-20 Minuten backen. Ofen ausschalten und noch kurze Zeit im Ofen trocknen lassen.
  8. Vorsichtig aus der Form lösen und abkühlen lassen.
  9. Nach Belieben mit Obst und/oder Pudding und Tortenklar fertigstellen.

Guten Hunger! Wie immer freuen wir uns über Feedback in den Kommentaren :).

 

Selbsthilfegruppen

Selbsthilfegruppen sind systemrelevant! Petition noch bis 30. Juli verfügbar

Vor einigen Wochen hat das Selbsthilfezentrum München die bayernweite Petition „Selbsthilfegruppen sind systemrelevant!“ gestartet. Bisher sind  über 2.700 Stimmen gesammelt worden und es dürfen gerne noch mehr werden :). 

Die Hintergründe

Vielleicht haben es einige von euch schon mitbekommen, dass die Selbsthilfe (SH)-Kontaktstellen in ganz Bayern sich seit Wochen vehement dafür einsetzen, dass Treffen von SH-Gruppen wieder ermöglicht werden. An vielen Orten ist dies auch schon erreicht worden. Es ist für sie schwer nachvollziehbar, dass die Selbsthilfe, gerade vor dem Hintergrund zahlreicher Lockerungen in der Coronakrise, so lange ausharren musste und teilweise immer noch muss.

Sie sehen den Grund hierfür darin, dass die Selbsthilfe in dieser einmaligen Situation auf dem „Radar“ vieler Entscheidungsträger einfach noch nicht als systemrelevanter Bestandteil des Zivillebens vorhanden ist und daher bei Entscheidungen nicht mitbedacht wird.

Dies wollen sie nachhaltig ändern, indem sie eine Petition an die Bayerische Staatsregierung richten mit dem Anliegen, Selbsthilfe und ihre Träger als systemrelevant einzustufen, auch für die Zukunft! Bisher konnten über 2700 Stimmen gesammelt werden. 

Hauptanliegen weiterhin nicht im Fokus

So erfreulich es ist, dass das Selbsthilfezentrum München aufgrund der Lockerungen vom 19.6. das Haus für Selbsthilfegruppen und Initiativen wieder öffnen konnte, steht leider das Hauptanliegen der Petition weiterhin nicht im Fokus: auch in den letzten Verordnungen wurde Selbsthilfe nicht explizit erwähnt. 

Sie scheint, nach wie vor, abseits des Sichtfeldes der Entscheidungsträger zu liegen. Die Erkenntnis, dass die Wichtigkeit von Selbsthilfe gerade in Krisenzeiten zunimmt und einfache Isolation von SH-Aktiven keine befriedigende Antwort auf die Herausforderungen sein kann, muss also an die Politik noch weiter herangetragen werden.

Aus diesem Grund setzt das Selbsthilfezentrum München weiterhin auf eure Unterschriften und das starke Instrument der Petition.

Unterschriftensammlung bis 30.7 verlängert

Die Dauer der Unterschriftensammlung wurde bis 30.7.verlängert. Bei geschätzten 11.000 Selbsthilfegruppen allein in Bayern sind 2.700 Stimmen zwar ein sehr guter Start, zeigen aber sicherlich noch nicht das volle Potenzial der Selbsthilfelandschaft. Gleichzeitig scheint es keineswegs unrealistisch, 24.000 Stimmen zu sammeln und damit das Quorum zu erreichen, damit die Petition zu dem 1% der am meisten unterstützten zählt.

Hier könnt ihr die Petition online unterzeichnen: 

https://www.openpetition.de/petition/unterzeichner/selbsthilfegruppen-und-selbstorganisierte-initiativen-als-systemrelevant-einordnen#petition-main

Last but not least: Datenschutz, wie es funktioniert und wichtige Hinweise

Als Instrument für die Unterschriftensammlung hat das Selbsthilfezentrum München nach eingehender Recherche die Online-Plattform Openpetition ausgewählt: diese erfüllt all die strengen Anforderungen, die an eine Digitalplattform in Fragen des Datenschutzes etc. gestellt werden. Selbstverständlich werden eure Daten ausschließlich an die Bayerische Staatsregierung weitergegeben – und nur zum Zwecke der Legitimation eurer Unterschrift.

Zugleich macht es die Plattform für euch denkbar leicht, die Petition zu unterstützen: Ihr braucht lediglich bis zum 30.7.2020 euren Namen, Anschrift und E-Mail Adresse einzugeben, könnt einige optionale Angaben machen und müsst dann nur noch eure Unterstützung in der Bestätigungs-E-Mail bestätigen.

Dabei habt ihr die Wahl, ob Ihr Name und Wohnort als UnterstützerIN der Petition für andere Nutzer der Plattform sichtbar sein sollen oder nicht. Auf Wunsch könnt  ihr eure Unterschrift auch im Nachhinein anonymisieren oder gar zurückziehen.

Gerne könnt ihr den Appell über eure Kanäle auch weiterverbreiten: ob per E-Mail, über soziale Netzwerke oder persönlich mit papierhaften Unterschriftenlisten (auf der Petitionsseite zum Ausdrucken jederzeit erhältlich), die ihr dann postalisch an das Selbsthilfezentrum München sendet.

Hinweis: Es gibt keine Mindestzahl an Unterschriften, die gesammelt werden muss; jede Unterschrift verleiht dem Anliegen aber mehr Gewicht. 

Zitronensorbet ohne Zucker

Erfrischung gefällig? Zitronensorbet ohne Zucker!

Bei den warmen Temperaturen isst man gerne etwas frisches, kühles oder am besten den ganzen Tag nur Eis ;). Dieses Zitronensorbet ohne Zucker erfrischt definitiv. Man kann es mit Xucker oder Xucker light zubereiten. Wer mag, kann es auch in Eisförmchen füllen und als Eis am Stil verzehren. Statt Zitrone kann man auch andere Früchte verwenden. Etwas Geduld braucht es bei der Zubereitung, da es erst noch gefrieren muss. Aber es lohnt sich, probiert es gern mal aus…

Hinweis vorab: Solltet ihr andere Früchte/anderes Obst für das Rezept verwenden, dann müsst ihr dieses vorab köcheln lassen. Anschließend den Saft abfangen und abkühlen lassen.

Zutaten für das Zitronensorbet ohne Zucker

  • 500 Gramm Zitronen
  • 300 Gramm Xucker light  + 2 Esslöffel extra oder einen kleinen Spritzer Süßstoff. Hier findet ihr eine Übersicht der Zuckeralternativen, die nicht berechnet werden müssen: Zuckeralternativen im Überblick
  • 250 Gramm Wasser
  • 2-3 Eiweiß
  • Eine Prise Salz

Zubereitung Zitronensorbet ohne Zucker

  1. Wasser mit 300 Gramm Xucker light erhitzen und 5-7 Minuten köcheln lassen.
  2. Schalen von 2-3 Zitronen raspeln.
  3. Alle Zitronen auspressen.
  4. Das Wasser/Xucker-Gemisch auskühlen lassen und dann mit dem Zitronensaft und den geraspelten Zitronenschalen vermischen.
  5. Nun das Gemisch etwa 15-20 Minuten in einer gefriergeeigneten Schüssel ins Gerfrierfach stellen, so dass es gut ausgekühlt ist.
  6. Dann die verbliebene Flüssigkeit vorsichtig abgießen.
  7. Das Eiweiß mit einer Prise Salz und zwei Esslöffeln Xucker light oder 1-2 Spritzern Süßstoff steif schlagen.
  8.  Das Eiweiß unter die Zitronen-/Xucker-Mische heben.
  9. Nun die Masse in einer gefriergeeigneten Schüssel ins Gerfrierfach stellen. Alle 30 Minuten rühren.
  10. Wenn das Eis eine weiche, aber dennoch feste Konsistenz hat, herausholen und genießen.

Hinweis: Wer das Zitronensorbet nicht sofort verzehren möchte, kann es auch an einem anderen Tag 30 Minuten vor Verzehr herausnehmen, so dass es die Sorbet-typische Konsistenz hat.

Viel Spaß mit dem Rezept, gutes Gelingen und lasst euch erfrischen.