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DIY-Loop

Hybrid-Closed-Loop-Systeme, Marke Eigenbau, Teil 3: Welche DIY-Lösungen gibt es aktuell?

Heute geht es weiter mit Teil 3 unserer „Hybrid-Closed-Loop, Marke Eigenbau“-Artikelreihe. Wie angekündigt möchten wir euch im dritten Teil nun die aktuellen DIY-Lösungen vorstellen. Lest dazu zunächst auch:

Ein wichtiger Hinweis vorweg: Closed-Loop-Systeme, sprich vollautomatische Systeme, die wie eine künstliche Bauchspeicheldrüse funktionieren, sind in Deutschland noch nicht offiziell für Diabetiker zugänglich, wenn auch bereits sehr weit in der Entwicklung. Hybrid-Closed-Loop der Marke Eigenbau ist in Eigenverantwortung technisch versierter Diabetiker entstanden! Alles geschieht auf eigene Verantwortung. Auch Ärzte dürfen einen nicht zum Verwenden eines solchen Systems raten. Man nutzt die Insulinpumpe beim DIY-Loopen anders als vom Hersteller vorgesehen. Deshalb kann man bei einem Systemversagen nicht den Pumpen- oder CGM-Hersteller zur Verantwortung ziehen. Dieses Haftungsproblem solltet ihr sehr ernst nehmen.

Aktuelle DIY-Lösungen im Überblick

Vielleicht habt ihr schon von OpenAPS, AndroidAPS oder LOOP im Zusammenhang mit DIY-Loopen gehört? Das sind die aktuellen DIY-Systeme, die wir euch heute vorstellen möchten. „APS“ ist übrigens die Abkürzung für „Artificial Pancreas System“ und bedeutet übersetzt „künstliche Bauchspeicheldrüse“.

OpenAPS

OpenAPS ist das Urgestein der Closed-Loop-Systeme. Es funktioniert nur mit einigen älteren Insulinpumpen-Modellen des Herstellers Medtronic. Der Algorithmus läuft auf einem Linux-basierten Mini-Computer. In der Anfangszeit kam hierbei häufig der RasperryPI zum Einsatz, später wurde vermehrt auf Intels Ein-Chip-System Edison gesetzt, der seit 2018 jedoch nicht mehr hergestellt wird. Da die alten Insulinpumpen von Medtronic eine proprietäre Funkverbindung nutzen, ist ein weiteres Stück Hardware erforderlich, um deren Funksignal in Bluetooth Low Energy zu konvertieren. Diese Hardware wird an den Mini-Computer angeschlossen.

Im Gegensatz zu den anderen in diesem Artikel vorgestellten Lösungen hat OpenAPS keine eigene Bedienoberfläche. Dennoch gibt es diverse Möglichkeiten, Daten zu visualisieren und Einstellungen vornzunehmen. Eine davon ist das Cloud-basierte Tool Nightscout. Dort können alle Daten in Echtzeit hochgeladen und dann auf einem beliebigen HTML-fähigen Endgerät dargestellt werden. Andersherum können auf der Web-Oberfläche von Nightscout wichtige Parameter wie der aktuelle Blutzucker-Zielwert geändert und über das Internet zu OpenAPS übertragen werden.

AndroidAPS

AndroidAPS basiert auf OpenAPS und nutzt den gleichen Algorithmus. Im Gegensatz zu OpenAPS ist hier jedoch kein Mini-Computer erforderlich, die Software läuft als App auf einem Android-Device. Da die unterstützten Insulinpumpen AccuCheck Combo, AccuCheck Insight und Dana R/RS Bluetooth zur Kommunikation nutzen, ist anders als bei OpenAPS keine weitere Hardware zur Signalumwandlung erforderlich. AndroidAPS ist somit ein sehr aufgeräumtes System, da neben Smartphone, Insulinpumpe und CGM-System keine weitere Hardware erforderlich ist.

Zukünftig soll AndroidAPS auch die Insulinpumpen von Medtronic unterstützen können, die derzeit mit OpenAPS nutzbar sind. Damit ist die Auswahl an Insulinpumpen für AndroidAPS-User sehr umfangreich. Zur Übertrag der CGM-Daten auf das Android-Device ist die zusätzliche App Xdrip+ erforderlich. Sie sammelt die Sensordaten, verarbeitet sie weiter und reicht die ermittelten Werte an AndroidAPS weiter.

LOOP

Loop ist das Closed-Loop-System für iOS. Sowohl der Algorithmus als auch die Bedienoberfläche werden als App auf dem iPhone zur Verfügung gestellt. LOOP unterstützt einige nicht mehr erhältliche Insulinpumpen von Medtronic und mittlerweile auch den OmniPod. Auch hier ist zusätzlich eine externe Hardware zur Umwandlung der Funksignale erforderlich, um die Kommunikation zwischen Smartphone und Insulinpumpe zu ermöglichen (der so genannte Riley-Link). Im Gegensatz zu AndroidAPS glänzt Loop mit einer schicken, aufgeräumten Bedienoberfläche. Dafür muss man aber auf einige fortgeschrittene Features verzichten, welche die beiden anderen genannten Systeme bieten.

Um die App auf dem iPhone installieren zu können, ist derzeit zwingend ein Apple Developer Account erforderlich, da sich der Anwender selbst mit Hilfe von Apple Xcode auf einem Mac einen Build erstellen muss. Besitzt man einen kostenlosen Apple Developer Account, muss dieser Build alle sieben Tage erstellt wird. Bei einer kostenpflichtigen Mitgliedschaft hingegen ist dies nur einmal im Jahr erforderlich.

Nun kennt ihr die aktuellen DIY-Lösungen der Hybrid-Closed-Loop-Systeme der Marke Eigenbau. In Teil 4 werde ich, Steff (www.diabetes-leben.com) einen Erfahrungsbericht darüber schreiben, wie sich das Loopen im Alltag für mich bewährt hat. Was gut lief, was vielleicht auch weniger gut… Bisher habe ich AndroidAPS testen können und aktuell nun auch Loop mit OmniPod.

Rhabarberkuchen ohne Zucker

Zungenbrecher-Kuchen: Rhabarberkuchen ohne Zucker und Getreidemehl

Heute haben wir ein Rezept für einen Rhabarberkuchen ohne Zucker und Getreidemehl. Es ist wieder Rhabarber-Saison und genau den haben wir uns frisch besorgt, um daraus einen Rhabarberkuchen zu backen, ganz ohne Zucker und Getreidemehl. Da das Rezept von meiner Freundin Barbara stammt, nenne ich diesen Kuchen „Zungenbrecher-Kuchen“, denn mit folgenden Zungenbrecher, haben wir sie immer ein bisschen aufgezogen:

In einem kleine Dorfe, da wohnte ein Mädchen mit dem Namen Barbara. Barbara war in der ganzen Gegend für ihren ausgezeichneten Rhabarberkuchen bekannt. Da jeder so gerne von Barbaras Rhabarberkuchen aß, war sie überall eher unter dem Namen RhabarberBarbara bekannt.

RhabarberBarbara bemerkte bald, dass sie mit ihrem Rhabarberkuchen viel Geld verdienen könnte. Daher eröffnete sie eine Bar: die RhabarberBarbaraBar. Natürlich gab es in der RhabarberBarbaraBar auch einige Stammkunden. Der Bekannteste unter ihnen, ein Barbar, der kam so oft in die RhabarberBarbaraBar, um RhabarberBarbaras herrlichen Rhabarberkuchen zu verspeisen, dass man ihn fürderhin nur noch den RhabarberBarbaraBarBarbaren nannte…

Na ja und so weiter… Ihr sollt euch jetzt nicht die Zunge verrenken, sondern den RhabarberBarbaras RhabarberKuchen 😉 genießen… Wirklich ein Genuss! Viel Spaß beim Nachbacken und naschen.

Rezept: Rhabarber-Kuchen ohne Zucker und Getreidemehl

Zutaten:

  • 2-3 Stangen Rhabarber, etwa 300 Gramm
  • 250 Gramm gemahlene Mandeln (wir mahlen selbst, man kann es aber auch fertig gemahlen kaufen)
  • 5 Eier
  • 2 Gramm Agar-Agar
  • 100 Gramm Quark oder Frischkäse
  • 150 Gramm Xucker light oder Xucker:
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Zubereitung:

  1. Den Ofen auf 180 Grad Umluft vorheizen.
  2. Rhabarber putzen, schälen und in kleine Stücke schneiden.
  3. Die trockenen Zutaten miteinander vermischen.
  4. Eier und Frischkäse/Quark schaumig mixen.
  5. Trockene Zutaten unterheben und den Teig in einer eingefetteten Springform (ca. 26 cm) oder angefeuchteten Silikonform verteilen.
  6. Rhabarber auf dem Teig verteilen und leicht eindrücken
  7. Den Kuchen im vorgeheizten Backofen für ca. 45 Minuten backen. Nach etwa 20 Minuten mit Alufolie abdecken, damit er oben nicht zu braun wird.

GUTEN HUNGER! Lasst es euch schmecken.

Dianino

Dianino: 15 Jahre im Einsatz für Kinder!

Die Kinderstiftung Dianino feiert in diesem Jahr ihr 15jähriges Bestehen. Vor 15 Jahren gründete Frau Binder (selbst Mutter eines Sohnes mit Typ 1 Diabetes) die Kinderstiftung Dianino, um Kindern und Familien in vielen Bereichen zu unterstützen, dort wo oft die offiziellen Stellen keine Hilfsmöglichkeit mehr sahen. In dieser Zeit wurde das Netzwerk aus ehrenamtlichen Mitarbeitern bundesweit ausgeweitet und vielen hunderten Kindern und Familien konnte so schnell, kostenlos und vor allem unkompliziert geholfen werden.

Es ist einfach großartig, wie sich die Kinderstiftung Dianino mit ihren Diabetes Nannys für Kinder mit Diabetes einsetzt. Wir möchten mit diesen Artikel darauf aufmerksam machen, was die Dianino Nannys alles leisten, Dianino für 15 Jahre Engagement danken und darauf hinweisen, das und vor allem wie, auch ihr helfen könnt.

Derzeit haben ca. 25.000 Kinder in Deutschland Diabetes, das bedeutet, eins von 600 Kindern in Deutschland hat Diabetes. Pro Tag kommen fünf bis sechs neue kleine Patienten hinzu. 52% davon sind unter 5 Jahre alt. Besorgniserregend ist der ständige, rapide Anstieg des kindlichen Diabetes. Für die unter 5-Jährigen sagen neue Analysen der EURODIAB-Studiengruppe sogar eine Verdoppelung bis zum Jahr 2020 voraus! 

Die Folgen von Kinderdiabetes

Wenn Kinder Diabetes bekommen, bricht für sie und ihre Familien oft eine Welt zusammen. Die Erkrankung bedeutet für die betroffenen Kinder, bis zu 8 Mal am Tag – oft auch nachts – sich das lebensnotwendige Insulin zu spritzen oder spritzen lassen zu müssen. Viele tragen Insulinpumpen, CGM-/FGM-Sensoren, um die Blutzuckerwerte besser überwachen und entsprechend korrigieren zu können. Diabetes ist ein 24-Stunden-Job ohne Urlaub.

Sobald bei einem Kind die Diagnose Diabetes gestellt wird, ist nichts mehr wie es war. Die Belastungen bei den Kindern und den betroffenen Familien sind gerade nach der gravierenden Diagnose geprägt von Unsicherheit, Angst, Schmerz und dem Gefühl, nicht mehr weiter zu wissen. Auch im „normalen“ Leben mit der Krankheit sind die Kinder und Familien Tag für Tag vielen zusätzlichen psychischen und sozialen Belastungen ausgesetzt.

Vor allem weitere Belastungen (Krankheit, Tod oder Trennung der Eltern) oder soziale Notlagen (Arbeitslosigkeit, Verschuldung), oder auch besondere Ereignisse (z. B. Geburt eines Geschwisters) können die Diabetesbehandlung zu Hause stark beeinträchtigen und Kinder und Eltern in eine verzweifelte Lage bringen.

Das Diabetes Nanny-Projekt

Die Stiftung Dianiño hilft seit nunmehr 15 Jahren extrem schnell in schwierigen, einschneidenden Lebenssituationen mit qualifizierten Dianiño Nannies – eine familiennahe, unbürokratische Hilfe, die sich oft als lebensnotwendig herausstellt.

Die Dianino Nanny

Eine Dianiño Nanny ist eine in der Betreuung und Versorgung von zuckerkranken Kindern erfahrene Person. Fast 90% der Dianiño Nannies sind Kinderkrankenschwestern, der andere Teil betroffene Eltern und Erzieher.

Die Dianino Diabetes Nanny sucht – auf Hilfsanfrage von Kinderkliniken bei Dianino – im Auftrag der Stiftung betroffene Familien auf, wenn dort durch Notfälle, Sorgen, Krisen oder Probleme die Versorgung und Betreuung des kranken Kindes nicht mehr gewährleistet ist. Sie unterstützt die Familien vor Ort, zu Hause, bis sich die Situation wieder entspannt hat oder/und andere unterstützende Maßnahmen anlaufen.

Die Dianino-Diabetes-Nanny arbeitet in enger Kooperation mit dem betreuenden Diabetes-Team zusammen und versucht langfristige Lösungsmöglichkeiten zu finden, damit das Kind und  seine Familie wieder aus eigenen Kräften ihr Leben mit dem Diabetes weiterführen können. Durch diese Hilfsmaßnahme kann Dianiño Kinder mit Diabetes vor schlimmen Folgen ihrer Erkrankung bewahren und oft weiteres Leid verhindern.

Aktuelle Zahlen 2018 der Dianino Nanny Einsätze

43.933           Kilometer zu erkrankten Kindern gefahren um zu helfen

     805           Einsätze bei betroffenen Kindern und Familien aus

     22              Nationalitäten.

Die Leistungen der Dianino-Nannies:

  • Sie unterstützen nach der Diagnose, zum Einfinden in die neue Lebenssituation.
  • Sie schulen Lehrer, Betreuer, Verwandte des Kindes.
  • Sie überbrücken familiäre Notsituationen wie z. B. Krankheit, Tod oder Trennung.
  • Sie helfen bei seelischen Belastungen der Kinder/Jugendlichen, Geschwisterkinder und Eltern.
  • Sie fördern die Selbstständigkeit/Motivation der Kinder/Jugendlichen.
  • Sie leisten Eingliederungshilfe in Kindergarten, Schule und bei dazugehörigen Aktivitäten.
  • Begleitung und Unterstützung bei der Unterbringung in Heimen und Wohngruppen
  • Flüchtlingskinderprojekt

Das Dianino Nanny-Projekt ist so erfolgreich, weil…

  • sich die effektive Hilfe der Dianino Nanny-Einsätze herumgesprochen hat,
  • das Engagement und die Kraft unserer Dianino Nannies teilweise grenzenlos ist,
  • die Einsätze für die Familien kostenlos sind,
  • sie schnell und unkompliziert handeln können,
  • sie 43.933 gefahrene Kilometer zu Einsätzen nicht als Belastung sehen, sondern als Weg zum Ziel,
  • die Dianiño Nannies in 805 Einsätzen das Leid von „kleinen“ Helden lindern konnten und
  • es Menschen gibt, die an uns glauben und für die Stiftung Dianiño spenden.

Die Hilfe, die Dianino den betroffenen Familien geben kann, müssen wir gemeinsam ausbauen, um auch in Zukunft allen Kindern mit Diabetes das Lachen zurück zu holen und den Eltern Kraft und Mut zu geben, die lebenslange Belastung zu meistern.

So könnt ihr helfen…

Mit Spenden, Zuwendungen, Fördermitgliedschaften und Aktionen und/oder Zustiftungen und Erbschaften könnt ihr Dianino unterstützen: https://www.stiftung-dianino.de/spenden-helfen/

Alle weiteren Infos und Antworten auf eure Fragen bekommt ihr hier: https://www.stiftung-dianino.de

Hybrid-Closed-Loop-Systeme, Marke Eigenbau, Teil 2: Welche Komponenten benötige ich?

Nach Teil 1 folgt nun… richtig ;), Teil 2 unserer Artikelserie „Hybrid-Closed-Loop-Systeme, Marke Eigenbau…“. Wir geben Antwort auf die Frage „Welche Komponenten benötige ich für ein Hybrid-Closed-Loop-System der Marke Eigenbau?“ In Teil 1 habt ihr ja bereits erfahren, was dieser Loop 😉 eigentlich ist, von dem jetzt alle sprechen. Damit haben wir zunächst erstmal etwas Licht ins Dunkel gebracht und setzen nun unsere Artikelserie fort. Ihr werdet heute erfahren, welche Komponenten für ein Hybrid-Closed-Loop der Marke Eigenbau erforderlich sind. Auch an dieser Stelle wieder ein wichtiger Hinweis vorweg:

Closed-Loop-Systeme, sprich vollautomatische Systeme, die wie eine künstliche Bauchspeicheldrüse funktionieren, sind in Deutschland noch nicht offiziell für Diabetiker zugänglich, wenn auch bereits sehr weit in der Entwicklung. Hybrid-Closed-Loop der Marke Eigenbau ist in Eigenverantwortung technisch versierter Diabetiker entstanden! Alles geschieht auf eigene Verantwortung. Auch Ärzte dürfen einen nicht zum Verwenden eines solchen Systems raten. Man nutzt die Insulinpumpe beim DIY-Loopen anders als vom Hersteller vorgesehen. Deshalb kann man bei einem Systemversagen nicht den Pumpen- oder CGM-Hersteller zur Verantwortung ziehen. Dieses Haftungsproblem solltet ihr sehr ernst nehmen.

Welche Komponenten benötige ich für ein Hybrid-Closed-Loop-System der Marke Eigenbau?

Auch wenn im alltäglichen Sprachgebrauch ein „Closed-Loop-System“ oft mit der Software gleichgesetzt wird, welche die Algorithmen bereitstellt, muss man eigentlich die Gesamtheit aller am Regelkreis beteiligten Komponenten beim Loopen betrachten. Grundsätzlich bestehen alle derzeit verfügbaren Do-It-Yourself (DIY)-Loop-Lösungen aus den gleichen Komponenten, und um genau die soll es heute gehen. Dazu haben wir eine Skizze angefertigt, welche die nötigen Komponenten veranschaulicht. Darunter findet ihr alle Komponenten beschrieben:

Hybrid Closed loop Marke Eigenbau: Woraus besteht ein Closed Loop System?
  1. Ein CGM-System zur Messung der Glukosewerte.
  2. Eine kompatible Insulinpumpe, die auf Basis der über die Software ermittelten Werte, die Insulinzufuhr zuschalten und senken kann.
  3. Optional eine Cloud-basierte Software, um die Daten den beteiligten Geräten und dem Anwender zur Verfügung zu stellen.
  4. Hardware zur Ausführung der Software, etwa ein Mini-Computer oder ein Smartphone.
    Loop-Software auf dem Smartphone, bestehend aus:
  5. Komponente zur Kommunikation mit dem CGM-System (in der Regel eigenständige Anwendung).
  6. Kernkomponenten: Algorithmus zur Berechnung der abzugebenden Insulinmenge auf Basis der gemessenen Glukosewerte und weitere Faktoren; Komponenten zur Kommunikation mit der Insulinpumpe und der Cloud.
  7. Bedienoberfäche zur Einrichtung, Visualisierung und für manuelle Eingriffe (6. und 7. sind bei den meisten Lösungen in einer Anwendung kombiniert).

Damit wisst ihr grundsätzlich, welche Komponenten für ein Hybrid-Closed-Loop der Marke Eigenbau erforderlich sind, allerdings noch nicht welche ihr für die einzelnen aktuellen DIY-Systeme benötigt, bzw. welche Lösungen es bisher überhaupt gibt und wie sie sich unterscheiden. Teil 3 unserer „Hybrid-Closed-Loop, Marke Eigenbau“-Serie folgt in Kürze und wird sich genau dieser Thematik widmen und euch einen Überblick darüber verschaffen.

Wohin mit dem Sensor

Wo sollte ich den FGM- und rtCGM-Sensor platzieren?

Wo sollte ich meinen FGM-Sensor und rtCGM-Sensor platzieren? Muss ich mich an die Angaben des Herstellers halten, um genaue Messwerte zu erhalten? FreeStyle Libre soll laut Hersteller-Empfehlung nur auf den Oberarm platziert werden. Auch Hersteller von rtCGM-Systemen machen klare Angaben, wo die Systeme am Körper angebracht werden sollten, damit die Messgenauigkeit gewährleistet wird. Doch weichen Diabetiker auch gerne mal auf andere Körperstellen aus und fragten deshalb interessiert nach, ob die Messgenauigkeit nicht auch an anderen Körperstellen gegeben sei.

Hierzu wurde nun eine Studie durchgeführt bei der 23 Patienten mit Diabetes Typ 1 über einen Zeitraum von 14 Tagen jeweils drei Sensoren gleichzeitig trugen: am Oberarm, am Oberschenkel und am Bauch. Die Sensorwerte wurden dahingehend überprüft, wie sehr sie von den verschiedenen Körperstellen von kapillaren Glukosemessungen abwichen.

Dabei kam es zu folgenden Ergebnissen, die auf der Internetseite der Deutschen Diabetes Gesellschaft nachzulesen sind:

Messungen am Bauch mit FGM-System sind nicht ausreichend genau

„Die Vergleichswerte wurden anhand von 7-Punkte-Profilen bestimmt. Die mittlere Abweichung am Oberarm betrug 11,8 ± 12,0 % und 12,3 ± 13,8 % am Oberschenkel, die Messungen an den Extremitäten ergaben somit ähnliche Ergebnisse. Am Bauch waren die Werte jedoch deutlich schlechter, so Prof. Dreyer: Hier lag die Abweichung von den Blutglukosewerten bei 18,5 ± 18,4 %.

Zudem lieferten die Messungen am Bauch lediglich in 69,41 % der Fälle ausreichend genaue Werte, an Armen und Beinen waren 85 % der Gewebewerte ausreichend genau. Bisherige FGM-Systeme können daher nicht am Bauch getragen werden, so der Experte. Eine Platzierung am Oberschenkel wäre möglich – allerdings gingen die Sensoren dort in der Studie häufiger verloren.“

Quelle: Deutsche Diabetes Gesellschaft: https://www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de/presse/diabetes-zeitung/ansicht/artikel/ddg-042019/wohin-mit-dem-sensor.html

Anders bei CGM-Systemen…

„Werden statt FGM Systeme zur kontinuierlichen Glukosemessung (CGM) eingesetzt, scheint die Situation jedoch eine andere zu sein. Das verdeutlicht eine Untersuchung, an der 88 Patienten mit Diabetes Typ 1 bzw. 2 teilnahmen, die ebenfalls pa­rallel drei Sensoren trugen. Hier waren jedoch zwei Sensoren am Bauch und ein Sensor am Arm platziert.

Verglichen wurden die Sensorenwerte mit kapillären Messungen mit Laborstandard. Bei dem CGM-System schien die Körperstelle, an der der Sensor positioniert war, keinen Einfluss auf die Messgenauigkeit zu haben: Die mittleren absoluten relativen Abweichungen an Bauch (9,6 ± 9,0 % bzw. 9,4 ± 9,8 %) und Arm (8,7 ± 8,0 %) variierten nicht signifikant.“

Quelle: Deutsche Diabetes Gesellschaft: https://www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de/presse/diabetes-zeitung/ansicht/artikel/ddg-042019/wohin-mit-dem-sensor.html

Regelmäßig kalibrieren

Möglicherweise wird der Unterschied zwischen rtCGM- und FGM-Systemen auch die Kalibrierung sein, die bei vielen CGM-Systemen nötig ist. Damit können Messunterschiede ausgleichen werden, die subkutanes Fettgewebe im Messareal mit sich bringen, heißt es weiter in der Pressemitteilung der DDG. Außerdem wird unabhängig davon empfohlen, ob nun FGM oder CGM genutzt wird, regelmäßige Qualitätskon­trollen durchzuführen.

Interessant wäre nun doch noch ein Vergleich zwischen dem CGM-System Dexcom G6, dass keine Kalibrierung mehr benötigt und dem FGM-System Libre 2, oder? Aber wir sind neugierig ;): Welche Erfahrungen habt ihr bisher gemacht?