Kategorie: Pumpe/AID/CGM

accu-chek insight versorgung

Werde ich weiterhin mit Infusionssets für die Accu-Chek Insight versorgt?

In einer Facebook-Gruppe kam Mitte Juli 2024 das Gerücht auf, dass die Produktion der Infusionssets für Accu-Chek Insight im Laufe des Jahres eingestellt werden soll. Daraufhin haben sich einige Kunden an uns (DIASHOP) gewandt und besorgt nachgefragt. Wir haben sofort für euch beim Hersteller Roche Diabetes Care nachgehakt. 

Fakt ist, dass es seit Ostern 2022 keine Neuverordnungen für Accu-Chek Insight und Accu-Chek Insight mit DBLG1 mehr entgegengenommen werden. Wir hatten berichtet: https://www.diabetiker.info/zubehoer-fuer-accu-chek-insulinpumpen-weiterhin-erhaeltlich/ 

Wenn ihr nun aber bereits eine Accu-Chek Insight nutzt, werdet ihr auch weiterhin mit Verbrauchsmaterialien für die Insulinpumpe versorgt, so die Antwort von Roche. Wer eine Accu-Chek Insight Insulinpumpe nutzt, muss sich also keine Sorgen machen und kann Infusionssets weiterhin bei DIASHOP bestellen. 

 

schnelle Lieferung Rezeptfoto

Rezeptfoto für eine schnelle Lieferung

Rezept in den Freiumschlag und ab in den Briefkasten: So einfach ist die Bestellung der Diabetes-Hilfsmittel bei DIASHOP. Alle Rezeptbestellungen sind bei DIASHOP auch versandkostenfrei. Idealerweise kommt der Brief am nächsten Tag in der Zentrale in Gauting an, aber manchmal dauert es auch länger und künftig wird es sogar noch länger dauern, bis das Rezept postalisch DIASHOP erreichen wird. 

Reform des Postgesetzes: Bislang gilt, dass die Post 80 Prozent der Briefe am nächsten Werktag zustellen muss, am übernächsten 95-Prozent. Künftig soll es jedoch erst für den dritten Werktag nach dem Einwurf in den Briefkasten einen Mindestwert von 95 Prozent geben. Am vierten Werktag sollen 99 Prozent der Briefe beim Adressaten sein. Die Post hat somit weniger Zeitdruck und Briefe werden in Deutschland nicht mehr per Flugzeug befördert, sondern komplett auf dem Landweg transportiert.

Im Internetzeitalter sind die meisten Briefe nicht mehr so dringlich wie früher. Das DIASHOP Team will eure bestellten Hilfsmittel selbstverständlich so schnell wie möglich auf den Weg bringen. Deshalb hat DIASHOP bessere und schnellere Lösungen für euch geschaffen. 

Rezept hochladen für eine schnelle Lieferung

Eine bessere und schnellere Lösung ist es, ein Foto des Rezepts zu senden. Dann kann die Bestellung sofort bearbeitet werden. DIASHOP hat dafür nun eine neue Funktion eingerichtet: Einfach die Seite www.diashop.de/upload auf dem Smartphone oder dem Tablet anklicken, Rezept fotografieren und hochladen. Fertig. Dafür ist nicht einmal eine Anmeldung/Kundenkonto nötig. Einfacher und schneller geht es nicht.

Ihr möchtet noch Selbstzahler-Artikel hinzufügen, damit ihr die Versandkosten für diese spart? Auch das geht problemlos und schnell: Legt erst alle Artikel in den Warenkorb und führt die Bestellung zu Ende. Im Anschluss nutzt ihr das Uploadformular und gebt die Bestellnummer aus eurer Bestellbestätigung ein.

Auch Nachweise, Dokumente oder Bescheinigungen könnt ihr uns über das Upload-Formular auf der Seite www.diashop.de/upload ganz einfach übermitteln. 

Weitere Möglichkeiten zur Übermittlung des Rezeptfotos

Weiterhin habt ihr die Möglichkeit, das Rezept auch per WhatsApp oder Signal unter der Nummer 09471/60 11 99 26 zu schicken.

Rezept nachsenden
Das Papierrezept wird trotzdem benötigt – für die Abrechnung mit der Krankenkasse. Dafür liegt jeder Lieferung ein Freiumschlag bei. Diesen könnt ihr hier auch einfach herunterladen: https://www.diashop.de/Freiumschlag.pdf

Was ist mit dem E-Rezept?

Das E-Rezept kann aktuell nur für Arzneimittel verwendet werden. Es gilt (noch) nicht für Hilfsmittel wie Pennadeln oder Insulinpumpenzubehör und Blutzuckerteststreifen. Dies soll noch bis mindestens 2027 dauern. Wir hatten hier berichtet

Praxistipps vom DIASHOP-Team: Wechsel des Versorgers (Teil 2)

Bei DIASHOP steht die bestmögliche Hilfsmittel-Versorgung von Menschen mit Diabetes im Mittelpunkt. Die Regeln dafür legen die mehr als 100 gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland fest. DIASHOP hat für euch die wichtigsten Informationen zum Thema Versorgung für gesetzlich Krankenversicherte zusammengestellt. Hier geht es zu Teil 1 der Praxistipps: Wahlfreiheit und Möglichkeiten der Versorgung. Heute folgt Teil 2: Wechsel des Versorgers und in Kürze Teil 3: Wechsel einer Insulinpumpe/eines CGM-Systems. 

Praxistipps von Ihrem DIASHOP-Team, Teil 2

Wechsel des Versorgers

Sie bestellen Ihre Hilfsmittel bei einem anderen Fach- und Versandhändler und möchten zu DIASHOP wechseln? Das ist der Weg – abhängig von der Versorgung, die Ihre Krankenkasse genehmigt hat: 

Einzelverordnung (Einzelrezept)

z. B. von Pennadeln, Insulinpumpen- zubehör
= Sie sind nicht an einen bestimmten Versorger gebunden und können frei entscheiden, wo Sie das Rezept einreichen. 

Senden Sie das Rezept einfach im Freiumschlag an DIASHOP. 

Dauerverordnung (Dauerrezept)

z. B. von CGM-Zubehör
= Sie sind an den Verbrauch der verordneten Hilfsmittel gebunden (mindestens 6, höchstens 12 Monate). 

Wenn die verordneten Hilfsmittel aufgebraucht sind, senden Sie die nächste Dauerverordnung einfach im Freiumschlag an DIASHOP. 

Pauschalverordnung (Pauschale)

z. B. für Insulinpumpenzubehör
= Sie sind an den Versorger gebunden, der für Ihre Hilfsmittel die Genehmigung von Ihrer Krankenkasse erhalten hat. Die bereits gelieferten Hilfsmittel müssen aufgebraucht werden. 

Wenn Sie zu DIASHOP wechseln möchten, empfehlen wir diesen Weg:

  1. Wählen Sie die kostenfreie Servicenummer 0800 / 99 00 88 0, und lassen Sie sich von Ihrem DIASHOP Team zum Wechsel beraten. 
  2. Teilen Sie schriftlich den geplanten Wechsel Ihrer Krankenkasse und Ihrem bisherigen Versorger mit. 
  3. Senden Sie Ihr Rezept über eine Pauschalversorgung im Freiumschlag an DIASHOP. Legen Sie hier die „Patientenerklärung zur Wahl des Leistungserbringers“ von DIASHOP bei (auch zum Download unter www. diashop.de/kataloge-downloads). 
  4. Wir reichen das Rezept zur Genehmigung bei Ihrer Krankenkasse ein. 
  5. Nach erfolgter Genehmigung können Sie Ihre Hilfsmittel nach Bedarf bei Ihrem DIASHOP Team abfordern (die Kontaktdaten finden Sie auf der Rückseite). 

Wirtschaftlichkeit der Versorgung

Grundlage für die Hilfsmittel-Versorgung ist ebenfalls das Sozialgesetzbuch (SGB V §12). Hier heißt es:
„Die Leistungen müssen ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich sein; sie dürfen das Maß des Notwendigen nicht überschreiten. Leistungen, die nicht notwendig oder unwirtschaftlich sind, können Versicherte nicht beanspruchen, dürfen die Leistungserbringer nicht bewirken und die Krankenkassen nicht bewilligen.“ 

Was zahlt die Kasse?

Die Frage „Was zahlt die Krankenkasse für meinen Diabetesbedarf?“ kann nicht pauschal beantwortet werden. Einerseits gibt es Regeln für die Kostenübernahme, manchmal kommt es aber auf den Einzelfall an. Auf www.diashop.de/was-zahlt-die-kasse hat das DIASHOP Team Eckpunkte zur Kostenübernahme von Hilfsmitteln für die Diabetesbehandlung sowie für weitere Diabetesprodukte zusammengestellt. Basis sind die langjährigen Erfahrungen von DIASHOP in der Abrechnung mit gesetzlichen Krankenkassen. 

Mehr zum Thema Genehmigung von Insulinpumpen und rtCGM-Systemen lesen Sie in diesen Praxistipps von Ihrem DIASHOP Team. Kostenfrei herunterladen unter: www.diashop.de/kataloge-downloads

AID-Systeme im Vergleich

AID-Systeme im Vergleich

Auf Diashop.digital fand am 15. Februar die Online-Veranstaltung „AID-Systeme im Vergleich“ statt, die spannender nicht hätte sein können. 170 Teilnehmer lauschten interessiert, stellten ihre Fragen, die Diabetesberaterin Simone Winter allesamt souverän beantwortete. Simone Winter stellte alle aktuellen AID-Systeme herstellerneutral vor. Ein Highlight im Veranstaltungskalender auf Diashop.digital, mit viel positivem Feedback für Simone, die ihre Expertise bei DIASHOP auch im Pumpenspezialteam einbringt. 

Inhalt der Veranstaltung: AID-Systeme im Vergleich

Vorab erklärte Simone Winter die Basics: „Was genau ist ein AID-System?“, „Was erwarten Anwender von einem AID-System?“ und „Was können sie tatsächlich leisten?“.

  • Laut aktueller Studien ermöglichen AID-Systeme eine ganze Menge: 
    • eine „Time in Range“ (zwischen 70 – 180 mg/dl bzw. 3,8 – 10 mmol/l) von ca. 70%
    • eine „Time below Range“ (<70 mg/dl bzw. 3,8 mmol/l) von ca. 1-3 %
  • Patienten berichten von einer deutlichen Erleichterung der Therapie

Und was können sie noch nicht?

  • Automatische Anpassung bei Sport bzw. besonderen Situationen (wie Krankheit, Menstruation etc.)
  • Automatisierte Bolusabgaben
  • Kohlenhydratberechnung

Weiterhin erklärte Simone Winter die Eigenheiten der beiden Arten von AID-Systemen: die Systemeinheit und das interoperable System.  

Die verschiedenen Algorithmen

Im Fokus standen natürlich die verschiedenen Algorithmen der AID-Systeme und wie sie funktionieren:

PID: Proportional Integral Derivate ->  Insulin-Infusionsrate wird entsprechend der Differenz des gemessenen Wertes vom Glukose-Sollwert berechnet

MPC: Model Predictive Control -> Insulin-Infusionsrate wird ermittelt aus der Vorhersage zukünftiger Glukosewerte, basierend auf Trends in der aktuellen Vergangenheit

Fuzzy Logic: „unscharfe“ Logik -> die Parameter werden laufend an die Situation angepasst

Welche Systeme gibt es aktuell am Markt und mit welchen Algorithmen arbeiten sie?

Folgende AID-Systeme sind aktuell am Markt in Deutschland erhältlich:

  • Omnipod 5 (MPC)
  • t:slim Control IQ (MPC)
  • Minimed 780 G (PID mit Fuzzy Logic) 
  • Mylife YpsoPump mit CamAPS FX  (MPC) 
  • Kaleido mit DBLG 1 (MPC) 

Wie finde ich das passende AID-System für mich?

Die Teilnehmer wollten natürlich wissen: Wie finde ich nun aber ein passendes System für mich? Was muss ich dabei beachten? Simone Winter erklärte, dass vor allem auch die Infusionssets mittlerweile eine große Rolle spielen! Denn Luer-Anschlüsse, wie es sie früher gab, sind eigentlich gar nicht mehr erhältlich. Und neben der Insulinpumpe ist natürlich die richtige Wahl des CGM-Systems und der für mich passende Algorithmus entscheidend. Gar nicht so einfach. 

Simone Winter brachte Licht ins Dunkel und stellte alle Systeme mit ihren wichtigsten Funktionen vor. Selbst die Alltagssituationen ließ sie nicht aus: Welche Möglichkeiten habe ich beim Sport und welche bei Mahlzeiten? Denn: Nicht alle AID-Systeme unterstützen alle Bolusvariaten und lassen manuelle Korrekturen zu. Jeder Algorithmus „denkt und arbeitet“ anders.

Einige haben uns neben dem zahlreichen positiven Feedback nach der Veranstaltung geschrieben, dass sie jetzt ihr System gefunden hätten. Darüber haben wir uns sehr gefreut! Selbstverständlich wissen sie jetzt auch, was sie bei der Beantragung eines AID-Systems beachten müssen und wie DIASHOP sie dabei unterstützt. 

Wer die Veranstaltung verpasst hat, kann sich die Aufzeichnung hier ansehen. Das DIASHOP-Team hat sie auf YouTube für euch zur Verfügung gestellt:

Kaleido AID-System

Über Kaleido mit DBLG1, aber ist ein AID-System überhaupt für Neueinsteiger geeignet?

Das neue Insulinpumpensystem Kaleido des holländischen Herstellers ViCentra fällt aus dem Rahmen, und das nicht nur durch sein Design. 10 Farbkombinationen stehen zur Wahl. Die Insulinpumpe kann mit dem Algorithmus DBLG1 von Diabeloop und dem rtCGM-System Dexcom G6 zum AID-System kombiniert werden. Punkten kann die neue Insulinpumpe nicht nur durch ihr handliches Format und das schicke Design. Sie kombiniert die Freiheit einer Insulin-Patch-Pumpe mit der Vielseitigkeit einer konventionellen Insulinpumpe.

Kaleido wird mit einem Infusionsset verwendet: die Softkanüle gibt es wahlweise
in den Längen 6 mm und 9 mm, der Schlauch, der bei Kaleido zum Reservoir gehört, ist
in 5 cm und 30 cm erhältlich. In das Reservoir passen 200 Einheiten Insulin, die für 3 bis 3,5 Tage Tragezeit vorgesehen sind.

Variable Tragemöglichkeiten

Die Insulinpumpe kann entweder als Patch-Pumpe direkt auf die Haut geklebt oder als Schlauchpumpe z. B. in der Hosentasche getragen werden. Entsprechendes Zubehör wie Patches werden mitgeliefert. Kaleido kann außerdem in bestimmten Situationen abgekoppelt werden.

Zwei Insulinpumpen

Zur Grundausstattung gehören bei Kaleido zwei Insulinpumpen und ein Handset. Alle Komponenten sind wiederaufladbar – während eine Insulinpumpe auflädt, wird die andere getragen. Mit dem Kaleido-Handset hat man alle Einstellungen der Insulinpumpe im Griff, kann den Bolus kalkulieren und abgeben, (temporäre) Basalraten festlegen und Daten speichern. Auch beim Zubehör geht Kaleido einen neuen Weg: Alles, was monatlich benötigt wird, kommt kompakt in einer Box („Top-up Kit“).

Zum AID-System erweiterbar

Als AID-System arbeitet die Insulinpumpe mit dem Algorithmus DBLG1 von Diabeloop zusammen, kombiniert mit Dexcom G6 als rtCGM. Der Algorithmus DBLG1 befindet sich auf einem eigenen Gerät (Handset). Der selbstlernende DBLG1-Algorithmus kalkuliert laufend die Insulindosis und passt die Insulinzufuhr über die Insulinpumpe automatisch an bzw. stoppt sie bei Bedarf oder gibt automatisch Korrekturboli ab. Weitere Informationen, auch zu den Funktionen des AID-Systems, unter: www.diashop.de/kaleido

Am 30. Januar 2024 stellt der Hersteller ViCentra Kaleido auf www.diashop.digital vor. Hier könnt ihr euch dafür kostenfrei anmelden: www.diashop.de/ technik-zum-anfassen

AID-Systeme im Vergleich
Fünf Systeme zur Automatischen Insulin Dosierung (AID) gibt es aktuell: mylife Loop, Kaleido, t:slim X2, MiniMed 780G und Omnipod 5. Am 15. Februar 2024 stellt euch Diabetesberaterin Simone Winter diese Systeme herstellerneutral im Vergleich vor und beantwortet eure Fragen.
Hier könnt ihr euch für diese Online-Veranstaltung anmelden: www.diashop.de/ technik-zum-anfassen

Soll ich gleich mit einem AID-System oder erst einmal mit einer Insulinpumpe starten?

Systeme zur Automatischen Insulin Dosierung (AID) sind aktuell viel gefragt bei DIASHOP. Das Insulinpumpen- und CGM-Team bei DIASHOP stellt aber immer wieder fest, dass Neueinsteiger von ihrem AID-System enttäuscht bzw. überfordert sind. Die Technik kann sehr viel, ist aber kein Selbstläufer. Sie erfordert, dass man sich intensiv mit ihr auseinandersetzt. Daher ist die Option, erst einmal mit einer Insulinpumpe zu beginnen und dann später auf das AID-System zu wechseln, eine Überlegung wert.

Wer von der ICT zur Insulinpumpe wechselt, kann sich zum Start in Ruhe mit der Insulinpumpe beschäftigen, hier gibt es ja einiges Neues zu lernen. Wer von seinem gewohnten Insulinpumpenmodell auf ein neues Modell wechselt, ist ebenfalls erst einmal beschäftigt.
Zum Start „nur“ mit der Insulinpumpe zu beginnen, kann also eine gute Idee sein. Die Modelle mylife YpsoPump, Kaleido und MiniMed 780G bieten die Möglichkeit, auch nachträglich den Algorithmus
(mylife CamAPS bzw. DBLG1) und das rtCGM Dexcom G6 zu integrieren. Sprecht am besten mit eurem Diabetesteam, wenn Sie dazu Fragen haben.