Kategorie: Alltag

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Wenn die Uhr im Urlaub anders geht

Ein Urlaub mit Zeitverschiebung bedeutet nicht nur für den Menschen Stress. Auch die Diabetestechnik muss sich anpassen, damit Sensormessung und Insulinabgabe nach Plan laufen. Bitte besprecht dieses Vorgehen vor dem Urlaub mit eurem Diabetesteam. Hier einige Tipps aus der CGM- und Insulinpumpenfibel:

Bei der Insulinpumpe

Eine Zeitverschiebung von bis zu zwei Stunden ist im Urlaub kein Problem, hier wird einfach die Uhrzeit in der Insulinpumpe auf Ortszeit umgestellt. Verschiebt sich die Zeit um drei bis vier Stunden, hat es sich bewährt, die Uhr der Insulinpumpe erst einmal um zwei Stunden der Ortszeit anzunähern. Nach zwei Tagen kann sie dann auf Ortszeit eingestellt werden. Bei mehr als vier Stunden wird es kompli- zierter, denn es ist ratsam, in den ersten Tagen auf ein alternatives Basalratenprofil auszuweichen (lässt sich schon zuhause programmieren). Nach drei bis vier Tagen kann man dann wieder zur ursprünglichen Basalrate zurückkehren.

Beim AID-System

Hier unterscheiden sich die Systeme: Bei mylife CamAPS FX wählt man unterwegs
den Flugmodus aus. Die App und die Insulinpumpe mylife YpsoPump passen automatisch bei Ankunft im Zielland Datum und Uhrzeit an. Bei DBLG1 ist zu beachten, dass die integrierte SIM-Karte nur Länder der Zone 1 (in Euro- pa) abdeckt. Welche das sind, können ihr in eurem Handbuch nachlesen. In diesen Ländern erfolgt eine automatische Umstellung von Datum und Uhrzeit im DBLG1-Handset und der Insulinpumpe. Reist man in Länder außerhalb dieser europäischen Zone 1, ist es ganz wichtig, permanent den Vertraulichkeitsmodus oder Flugmodus zu wählen und Zeit/Datum manuell anzupassen. Die Werte werden während des Aufenthalts zwar nicht an YourLoops übermittelt, können aber im Flugmodus nachgetragen werden.

Hintergrund: Die SIM-Karte hat nur ein bestimmtes Datenvolumen. Ist dieses erreicht, können neue Werte erst wieder ab Beginn des nächsten Monats gespeichert werden. Bei MiniMed 780 G ist eine manuelle Anpassung von Datum und Uhrzeit erforderlich. Die Smartphone-App wird dann automatisch angepasst.

Beim CGM-System

Bei Dexcom und FreeStyle Libre sollte man zulassen, dass Datum und Uhrzeit auf dem
Smartphone automatisch aktualisiert werden dürfen. Nutzt man den Empfänger, müssen Datum und Uhrzeit dagegen manuell angepasst werden. Eine Besonderheit gibt es bei Reisen Richtung Westen mit Zeitverschiebung (Uhr wird zurückgestellt): Hier können sich Werte überlagern. Während der „doppelt durchlebten“ Zeit sollte man daher nur auf die angezeigten Glukosewerte achten und sich nicht auf Trendanzeigen und Diagramme verlassen.

Weitere Tipps für den Urlaub

Die Auswirkungen der Zeitverschiebung auf die Insulinberechnung zu den Mahlzeiten besprecht ihr mit eurem Diabetesteam. Klimaunterschiede (Temperatur, Luftdruck und Feuchtigkeit) können zu einem erhöhten oder verringerten Insulinbedarf führen. Die einzelnen Systeme verfügen hier über unterschiedliche Optionen zur technischen Unterstützung. 

Hier findet ihr unser Sevicematerial für den nächsten Urlaub: Reise-Checklisten

Urlaub mit Diabetes diabetes-reisechecklisten

Mit Diabetes in den Urlaub: Diabetes-Reisechecklisten

Mit Diabetes in den Urlaub, da ist gute Vorbereitung alles. Wir haben für euch drei Diabetes-Reisechecklisten vorbereitet. Eine Checkliste für Diabetesbedarf, die Ärztliche Bescheinigung für die Flughafenkontrolle und eine Übersicht der Hersteller zum Thema Urlaubspumpen. Diese findet ihr auch hier im Servicebereich zum Download.

Reisecheckliste für Diabetesbedarf

Packt ihr bald den Urlaubskoffer? Dann plant für den Diabetesbedarf genug Platz ein. Vor allem bei einer Auslandsreise ist dies wichtig, denn Heil- und Hilfsmittel vor Ort zu besorgen kann schwierig sein. Deshalb: Lieber etwas mehr mitnehmen. Damit es keinen Stress gibt, haben wir hier für euch die Reisecheckliste von DIASHOP zum Download hinterlegt.

Download: Diabetes-Reisecheckliste

Ärztliche Bescheinigung (Medical Certificate)

Wer sich bei der Sicherheitskontrolle am Flughafen Probleme ersparen möchte, sollte immer eine „Ärztliche Bescheinigung“ (Medical Certificate) in den wichtigsten Sprachen dabei haben. Damit habt ihr schwarz auf weiß: Insulin, Blutzuckermessgerät, Insulinpumpe und Co. sind lebenswichtig für euch und müssen im Handgepäck mit dabei sein. Diesen Vordruck von DIASHOP könnt ihr euch in der Arztpraxis ausfüllen und abstempeln lassen:

Download: Ärztliche Bescheinigung (Medical Certificate)

Ärztliche Bescheinigung Flughafenkontrolle

Urlaubsservice für Insulinpumpen – Wer bietet eine „Urlaubspumpe“ an?

Viele Hersteller bieten eine Urlaubspumpe an. Wir haben gezielt bei den Herstellern nachgefragt, welche Regelungen bei ihnen gelten, ob Gebühren anfallen, wann und wo man die Urlaubspumpe im Vorfeld beantragen muss.

Download: Urlaubsservice für Insulinpumpen: Wer biete eine Urlaubspumpe an?  

Urlaubsservice Urlaubspumpe

Damit wünschen wir euch einen erholsamen Urlaub. Habt eine schöne Zeit und lasst es euch gut gehen.

keto dich glücklich

Buchrezension: Keto dich glücklich!

Wir haben für euch gelesen und rezensiert: „Keto dich glücklich! Ketogene Ernährung bei Diabetes und Zöliakie“ von Dr. Mirjam Eiswirth. Die Autorin hat (seit 1996) selbst Diabetes Typ 1 und seit 2008 auch Zöliakie. Sie kennt somit die Höhen und Tiefen des Alltags sehr gut und beschreibt im Buch, was bei ihr die Umstellung auf eine ketogene Ernährung bewirkt hat und warum sie sich für diese Ernährungsform entschieden hat. Sie erzählt von ihrem Blutzucker-Auf-und-Ab und wie sie es mit der ketogenen Ernährung in den Griff bekommen hat. Dabei lässt sie nicht unerwähnt, dass die Umstellung auf eine ketogene Ernährungsweise Unterstützung eines Diabetesteams benötigt, nicht ganz einfach ist und auch nicht jedem gut bekommt.  

Ich finde mich in ihrer persönlichen Geschichte wieder, die sie eingangs erzählt. Insbesondere als Frau mit Diabetes Typ 1 ist es nicht immer leicht, dass Hormon- und damit verbundene Blutzuckerchaos zu bändigen. Ich selbst ernähre mich zwar nicht ketogen, allerdings (nicht streng) Low Carb, was letztendlich auch der Zöliakie und Nahrungsunverträglichkeiten geschuldet ist. Im Buch wird der Unterschied zwischen Low Carb und ketogener Ernährung erklärt, vielen ist dieser gar nicht bewusst.   

Die Leser erfahren, wie eine kohlenhydratarme Ernährung für Menschen mit Diabetes aussehen und gut funktionieren kann, insbesondere dann, wenn sie Insulin spritzen. Interessant zu lesen fand ich, wie die Autorin Mirjam Eiswirth beim Berechnen der FPE-Einheiten vorgeht. Wie sie ihren Weg gefunden hat, an dem man sich als Leser bestens orientieren kann. Der in ihrem Buch beschriebene Ansatz, die benötigten Insulineinheiten für eine Mahlzeit über Kalorien zu berechnen, funktioniert bei mir selbst wunderbar. Für Leser, die diesen noch nicht kennen, eine sehr gute Hilfe. 

Nachdem im Buch der Unterschied zwischen gewollter Ketose und gefährlicher Ketoazidose grafisch dargestellt wird, den Lesern noch praktische Hintergrundinfos über die „konformen“ Lebensmittel an die Hand gegeben und sie über Zuckeralternativen aufgeklärt werden, folgen ab Seite 34 die Rezepte. 

Wir haben einige von den zahlreichen Rezepten (über 70 sind im Buch zu finden!) aus allen Kategorien von süß bis deftig ausprobiert und können bestätigen, dass sie alltagstauglich, einfach, praktisch sind und schnell von der Hand gehen. Witzig auch die Idee, „Das Eselsohr mit Herz“ einzuführen: Auf den Rezeptseiten befindet ich oben rechts in der Ecke ein Herz, das sich umklappen lässt, um Lieblingsrezepte schneller wiederzufinden. 

Meine Eselsohren mit Herz befinden sich derzeit bei folgenden Rezepten: 

  • Brezeln
  • Kastanien-Pfannkuchen
  • Haselnussaufstrich
  • Nussiger Brokkoli-Feta-Salat
  • Pizza-Rolle
  • Grünkohl-Chips
  • Eiweißwaffeln
  • Pekannuss-Erdnussbutter-Riegel
  • Walnusswölkchen
  • Zimtschnecken

Unser Fazit zum Buch „Keto dich glücklich!“

Vielleicht mag man sich über den Titel des Buches „Keto dich glücklich!“ streiten, denn sicherlich ist diese Ernährungsform nicht Jedermanns Sache und macht auch nicht jeden glücklich ;). Die Autorin schon, sie ist dadurch länger satt, fühlt sich körperlich und emotional ausgeglichener, konnte ihre Insulindosis und Blutzuckerschwankungen reduzieren. Ich denke, jeder muss seine Ernährungsform finden, die einen bevorzugen vegetarisch oder vegan, die anderen Low Carb, Keto oder High Carb. Andere essen alles, worauf sie Lust haben. Jeder so wie er mag. Mir gefällt, dass sie neben den zahlreichen positiven Aspekten der ketogenen Ernährung auch die Schattenseiten nicht außen vor lässt. Weiterhin fand ich gut, dass sie ihre persönliche Geschichte erzählt, warum sie sich für diese Ernährungsform entschieden hat. 

Wer sich für eine ketogene Ernährungsweise interessiert, Diabetes Typ 1 und Zöliakie hat, ist mit dem Buch „Keto dich glücklich“ von Dr. Mirjam Eiswirth sehr gut beraten. Alles was man über diese Ernährungsform wissen muss, fasst sie in ihrem Buch kurz und prägnant zusammen. Sie gibt hilfreiche Tipps und Tricks in Bezug auf die Berechnung der Lebensmittel an die Hand. Die Rezepte sind abwechslungsreich (Brötchen, Pizza, Süßes…), einfach, schnell, problemlos zubereitet und richtig lecker. Sie eignen sich auch für Menschen mit Zöliakie. Ein rundum gelungenes Buch! Aber lest es selbst. 

Hier erfahrt ihr mehr darüber und könnt es direkt bestellen: Keto dich glücklich! Ketogene Ernährung bei Diabetes und Zöliakie 

 

 

Versorgung Krankenkasse Diabetes

Praxistipps vom DIASHOP-Team: Rund um die Versorgung (Teil 1)

Bei DIASHOP steht die bestmögliche Hilfsmittel-Versorgung von Menschen mit Diabetes im Mittelpunkt. Die Regeln dafür legen die mehr als 100 gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland fest. DIASHOP hat für euch die wichtigsten Informationen zum Thema Versorgung für gesetzlich Krankenversicherte zusammengestellt. Wir starten heute mit

  • Teil 1 der Praxistipps: Wahlfreiheit und Möglichkeiten der Versorgung. Danach folgt 
  • Teil 2: Wechsel des Versorgers und last but not least
  • Teil 3: Wechsel einer Insulinpumpe/eines CGM-Systems

Praxistipps von Ihrem DIASHOP-Team, Teil 1

Wahlfreiheit bei der Versorgung

Wo Sie Ihre Hilfsmittel für die Diabetestherapie beziehen, entscheiden Sie selbst. Das ist Ihr gutes Recht – festgehalten im Sozialgesetzbuch (SGB V § 33).

  • Sie können alle Versorger (Leistungserbringer) in Anspruch nehmen, die Vertragspartner Ihrer Krankenkasse sind. DIASHOP ist Partner aller Krankenkassen.
  • Im Umkehrschluss bedeutet dies: Es gibt keinen „Zwang“, die Hilfsmittel bei einem bestimmten Diabetes- Fachhändler oder dem Hersteller zu beziehen. Es sei denn, der Hersteller der Hilfsmittel bietet nur einen Direktvertrieb an.
  • Die Krankenkassen sind verpflichtet, einen Überblick über alle Leistungserbringer zu geben und dürfen keine Empfehlungen aussprechen.

Was bedeutet Versorger?

Mit dem „Versorger“ (auch „Leistungserbringer“ genannt) ist der Fach- und Versandhandel für Diabetesbedarf gemeint, der Sie im Auftrag der gesetzlichen Krankenkassen mit Hilfsmitteln beliefert.

Direktvertrieb der Hersteller

Die Wahlfreiheit bei der Versorgung hat ihre Grenze, wenn Hersteller ausschließlich eine Direktversorgung anbieten. Der Bezug der Produkte muss dann zwingend über den Hersteller erfolgen, weil dieser nicht mit dem Diabetes-Fachhandel oder den Apo- theken zusammenarbeitet. Dies betrifft die Insulinpumpen bzw. CGM- Systeme T:slim X2 (Tandem), Dexcom und FreeStyle Libre.

Möglichkeiten der Versorgung

Damit ein Fach- und Versandhändler wie DIASHOP Versicherte mit Hilfsmitteln beliefern darf, sind Verträge mit den einzelnen Krankenkassen erforderlich. Darin ist festgehalten, ob die Versorgung im Rahmen einer Einzelverordnung, einer Dauerverordnung oder einer Pauschalversorgung erfolgen muss. Dies bestimmt die Krankenkasse. Als Versicherte/r haben Sie darauf keinen Einfluss, ebenso wenig wie das DIASHOP Team. Allerdings ist die Krankenkasse verpflichtet, Sie über Ihre Form der Versorgung zu informieren.So wird unterschieden:

Die Einzelverordnung (Einzelrezept)

Wenn Sie

  • Insulin spritzen und dafür (wiederverwendbare) Insulinpens und Pennadeln verwenden,
  • für die Blutzucker-Selbstkontrolle ein Messgerät, Testreifen und Lanzetten benötigen,
  • oder z.B. Produkte zur Wundversorgung brauchen,

gilt dafür meist das Modell der Einzelverordnung. Ihre Ärztin/Ihr Arzt stellt Ihnen dafür ein Rezept aus – in der Regel über den Quartalsbedarf. Dieses Rezept senden Sie an DIASHOP und erhalten umgehend Ihre benötigten Hilfsmittel.

Die Dauerverordnung (Dauerrezept)

Diese Form der Versorgung betrifft u. a. Versicherte, die ein System zur kontinuierlichen Glukosemessung (rtCGM) tragen. Hier verordnet Ihre Ärztin/Ihr Arzt die benötigten Hilfsmittel mit Mengenangabe für einen bestimmten Zeitraum (mindestens 6, höchstens 12 Monate).

Diese Dauerverordnung senden Sie an DIASHOP –  alle drei Monate beliefert Sie das DIASHOP Team automatisch mit den festgelegten Hilfsmitteln, also z. B. CGM-Sensoren.

Die Pauschalverordnung (Pauschale)

Wenn es um Hilfsmittel für die Insulinpumpentherapie geht, legen die meisten gesetzlichen Krankenkassen im Rahmen des Versorgungsvertrags eine Pauschale zu Grunde. DIASHOP erhält von der Krankenkasse einen bestimmten Betrag und beliefert Sie dafür mit Insulinpumpenzubehör. Die benötigten Mengen rufen Sie selbst bei Ihrem DIASHOP Team ab.

Einige Krankenkassen verzichten beim Insulinpumpen-Zubehör auf Pauschalen und akzeptieren Einzelverordnungen. Basis für die Pauschalversorgung ist ein einmaliges Rezept Ihrer Ärztin/Ihres Arztes, z. B. über „Insulinpumpenzubehör“. Auch Produkte können hier festgelegt werden. Wie lange das Rezept gültig ist, hängt auch von Ihrer Krankenkasse ab.

Verbrauch im Rahmen der Pauschalversorgung

Mit der Pauschalversorgung soll eine ausreichende, zweckmäßige und wirtschaftliche Versorgung gewähr- leistet werden (nach Sozialgesetz- buch V, § 12). Dafür legt DIASHOP die Empfehlungen der Hersteller zu Grunde:

  • Wechsel der Softkanüle alle 2-3 Tage
  • Wechsel der Stahlkanüle alle 1-2 Tage
  • Wechsel des Pods (Omnipod) alle 3 Tage
  • Verbrauch von 4-5 CGM-Sensoren pro Monat (MiniMed)

Ein Mehrverbrauch muss von Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt begründet werden.

Hier weiterlesen: Teil 2: „Wechsel des Versorgers“.

Challenge D Kaleido goes Bundesliga

Challenge – D: Leistungsport mit Diabetes Typ 1

Seit Jahrzehnten engagiert sich Ulrike Thurm im Bereich „Diabetes und Sport“, ist Mitautorin der Diabetes- und Sport-Fibel, der CGM- und Insulinpumpenfibel und des CGM-Schulungsprogramms Spectrum. Sie ist Gründungsmitglied und erste Vorsitzende der IDAA Deutschland. Die IDAA in Deutschland ist zu Gründungszeiten mit der Mission angetreten, das damals noch existierende Sportverbot für Menschen mit Typ-1-Diabetes zu kippen und SportlerInnen mit Typ 1 zu unterstützen. Damals gab es noch kaum Informationen und keine Schulungen zu diesem Thema. Anfang der 1980er Jahre wurde Menschen mit Diabetes Typ 1 noch geraten, nur alleine, in Innenräumen, immer zur gleichen Uhrzeit und mit der gleichen Intensität Sport zu treiben. Ulrike Thurm lebt selbst mit Diabetes Typ 1 und hat sogar das Bundesverdienstkreuz bekommen, womit ihr großes Engagement auch außerhalb der Diabetes-Szene gewürdigt wurde.

Auf dem DDG-Kongress in Berlin (wir hatten berichtet), hat sie vor kurzem auch die DDG-Ehrenmedaille für ihre Aktivitäten im Bereich Diabetes und Sport erhalten. Im Rahmen ihres Challenge – D-Projektes, hat sie dort auch einen spannenden Vortrag gehalten: „Kaleido goes Bundesliga“. Challenge – D ist ein telemedizinisches Betreuungsprojekt für Profi- und ambitionierte HochleistungssportlerInnen mit Typ-1-Diabetes. 

Challenge – D

Für das telemedizinisches Forschungsprojekt „Challenge – D“ der Universität Bayreuth ist Ulrike Thurm als Diabetesberaterin für Profi- und Leistungssportler neben Prof. Dr. Othmar Moser (Universität Bayreuth, Institut für Sportwissenschaft, Lehrstuhl für Exercise Physiology and Metabolism) tätig.

Challenge – D bildet eine Schnittstelle zwischen der diabetologischen Therapie und der sportlichen Seite. Sie unterstützen Athletinnen und Athleten sowie ihre betreuenden Diabetesteams. Mit Hilfe von Datenanalysen werden die CGM-Profile gemeinsam mit den Sportlern ausgewertet, interpretiert und die Therapie angepasst. Die Leistungssportlerinnen und -sportler mit Typ-1-Diabetes erfahren in verschiedenen Phasen ihrer Karriere individualisierte und bedarfsgerechte Unterstützung. Auch eventuelle Lösungsansätze für eventuell vorhandene Barrieren, Herausforderungen und besonders kritische Ereignisse, die mit der Diabetestherapie verbunden sind, werden im Rahmen von Challenge – D erarbeitet.

Ziel ist es, allen Sporttreibenden mit einem Typ-1-Diabetes den Weg zu einer erfolgreichen Entwicklung im Leistungs- und Profisport zu ermöglichen. Die Teilnahme am telemedizinischen Challenge – D Projekt ist kostenlos und in allen Fällen haben auch die Diabetesteams von der gemeinsamen Betreuung der Sportlerinnen und Sportler profitiert.

Kaleido goes Bundesliga

Aktuell betreut Ulrike Thurm unter anderem auch einen Fußballspieler aus der Bundesliga. Auf dem DDG-Kongress hat sie gezeigt, welche Einstellungen und Anpassungen sie gemeinsam vornehmen, damit seiner Profikarriere nichts im Weg steht. Er trägt das neue Kaleido-Insulinpumpensystem, das bei DIASHOP erhältlich ist. So war selbstverständlich viel los bei DIASHOP am Stand los und das Interesse an der Kaleido riesengroß! Hier könnt ihr euch über das Kaleido-Insulinpumpensystem informieren: AID-System: Kaleido mit DBLG1  

Bei Interesse an Challenge – D

Einfach eine E-Mail an: thurm@idaa.de schreiben. 

Weitere Unterstützung für Sportlerinnen und Sportler mit Diabetes, unabhängig vom Diabetestyp und der Leistung bietet die IDAA (International Diabetes Athlet Association) Deutschland: www.idaa.de