Kategorie: Ernährung

Weihnachten kann kommen: Blutzuckerfreundliche Lebkuchen Low Carb

Weihnachten kann kommen: Blutzuckerfreundliche Lebkuchen (Low Carb)

Was wäre Weihnachten ohne Lebkuchen? Weihnachten? Ja, es ist tatsächlich schon fast wieder so weit. Wie die Zeit rennt! Es gibt mittlerweile so viele blutzuckerfreundliche Low-Carb-Lebkuchen im Internet. Das hier ist eine eigene Version, nach unseren persönlichen Vorlieben. Wir sind schon gespannt, was ihr dazu meint :). 

Rezept für blutzuckerfreundliche Lebkuchen (Low Carb)

Zutaten:

  • 130 Gramm entöltes Mandelmehl
  • 80 Gramm Xucker
  • 40 Gramm Fiber Sirup Gold
  • 30 Gramm zerlassene Butter
  • 30 Gramm Frischkäse oder Quark
  • 30 Gramm entöltes Kakaopulver
  • 2 Eier (XL)
  • 2 Teelöffel Backpulver
  • 1/2 Teelöffel Lebkuchengewürz

Zum Garnieren:

100 Gramm Frankonia Schokolade ohne Zuckerzusatz

Optional:

Tipp: Ich habe in die Lebkuchen noch Pflaumenstücke und Zimt „eingearbeitet“, damit werden sie noch etwas „saftiger“.

Zubereitung:

  1. Backofen auf 180 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen.
  2. Alle Zutaten (außer der Schokolade) miteinander vermischen, erst die trockenen und danach die feuchten einrühren.
  3. Eine Lebkuchenform einfetten und Teig in die Form streichen/drücken. Alternativ kann man den Teig auch löffelweise auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben. Glatt sreichen, so dass eine klassische, runde Cookie-Form entsteht.
  4. Nun die Lebkuchen im vorgeheizten Backofen etwa 20 Minuten backen.
  5. Die Lebkuchen abkühlen lassen.
  6. Die Schokolade im Wasserbad schmelzen. Tipp: Die Lebkuchen schmecken besonders lecker mit weißer Frankonia Schokolade.
  7. Die Schokolade fest werden lassen.

Fertig! In diesem Sinne: Weihnachten kann kommen :),

Low-Carb-Mehl

Weizenmehl durch Low-Carb-Mehl austauschen: So funktioniert’s (nicht)! + Austauschtabelle

Hier bei uns im Diabetiker.info-Blog findet ihr viele blutzuckerfreundliche Rezepte. Wir tauschen, wenn wir ein kohlenhydratreiches Rezept als Vorlage verwenden, nicht nur den Zucker aus, sondern auch das Mehl. Beispielsweise verwenden wir statt Weizenmehl oft Mandelmehl, welches besonders arm an Kohlenhydraten ist. Nun kann man allerdings nicht einfach das im Rezept angegebene Weizenmehl 1:1 mit einem Low-Carb-Mehl austauschen. Wäre ja auch zu einfach ;). Von daher experimentieren wir oft und viel, auch heute noch, denn selbst mit unserer Mehl-Austausch-Tabelle (dazu gleich mehr) gelingt ein Rezept nicht immer auf Anhieb. Was muss man also beachten?

Was muss ich beim Austausch von Weizenmehl durch ein Low-Carb-Mehl beachten?

Das völlig unterschiedliche Verhalten von verschiedenen kohlenhydratarmen Mehlsorten mussten wir erst lernen, richtig einzuschätzen. Dafür ist es wichtig, die sehr unterschiedlichen Volumina (wie viel Gramm Low-Carb-Mehl ergeben wie viel Milliliter im Vergleich zu Weizen) der einzelnen Low-Carb Mehle zu kennen, vor allem aber auch zu wissen, wie viel Wasser sie im Vergleich zu Weizenmehl binden. Low-Carb-Mehlsorten, wie Mandelmehl, Kokosmehl, Leinmehl ziehen deutlich mehr Wasser als Weizenmehl und bekommen auch nicht so eine schön fluffig-flüssige Konsistenz. Das macht die Low-Carb-Bäckerei zu einer kniffeligen Angelegenheit, denn je nach Low-Carb-Mehl müssen wir weniger davon verwenden oder zusätzlich Flüssigkeit hinzugeben. Ändern wir nun die Menge des Mehls oder die der Flüssigkeit, müssen dann auch noch die anderen Zutaten mengenmäßig angepasst werden, etwa die Eier oder Gewürze. Ganz schön kompliziert ;).

Gluten in Weizenmehl

Weiterhin muss man ja auch bedenken, dass in Weizenmehl Gluten enthalten ist, dass die Zutaten im Rezept bindet. Das Gluten fehlt aber in Low-Carb-Mehlen. Menschen mit Zölliakie kommt das sehr entgegen :). In der Low-Carb-Bäckerei muss dafür aber auch eine Lösung her, damit ein Kuchen auch wie ein Kuchen aussieht und nicht zerbröckelt bzw. eine seltsame Konsistenz annimmt. Als Bindemittel verwendet man gerne zusätzliche Eier oder Guarkernmehl. Auch Flohsamenschalen schaffen Abhilfe.

Geschmack und Farbe der Mehle

In den unterschiedlichen Rezepten, die man in blutzuckerfreundlich bzw. Low Carb umrechnen möchte, muss man natürlich auch den Geschmack oder die Farbe der Mehle bedenken. Ein Pizzaboden mag beispielsweise nicht jeder mit Kokos-Geschmack ;).  Hier verwendet man beispielsweise gerne Leinmehl.

Halten wir fest: Es gibt also kein Patentrezept zum Austausch von Mehlen, in der Regel ist es einfacher sich an Rezepten zu orientieren, die „Low-Carb-Backprofis“ 😉 erstellt haben. Es braucht schon viel Erfahrung, Zeit und Geduld. Aber es macht sehr viel Spaß, eigene Rezepte zu kreieren.

Wir haben uns einen Spickzettel in mühseliger Arbeit erstellt und nutzen gerne unsere Orientiertungstabellen bei neuen Küchenexperimenten. Gerne könnt ihr eure Alternativen, Umrechnungen und Verfahren beim Backen mit Low-Carb-Mehlen in den Kommentaren ergänzen. Vielleicht habt ihr auch noch gute Tipps für uns?

Austauschtabellen: Weizenmehl durch Low-Carb-Mehl ersetzen

Hier unsere Mehl-Spickzettel und last but not least, haben wir für euch auch noch unseren Spickzettel für Alternativen zu Haushaltszucker verlinkt.

Low-Carb-Mehlsorten, die sich 1:1 austauschen lassen

Bambusfasern Lupinenmehl
Lupinenmehl Proteinpulver
Proteinpulver Bambusfasern
Leinmehl

Chiasamenmehl

Kokosmehl

Kartoffelfasern

Weiterhin ist auch folgende Tabelle eine gute Hilfe.

Weizenmehl durch Low-Carb-Mehl austauschen, so funktioniert’s (in der Regel ;))

100 Gramm Weizenmehl 70 Gramm Mandelmehl (entölt) + 1 Ei (oder 1-2 TL Bindemittel/Guarkernmehl). Die Flüssigkeitsmenge erhöhen. Mandelmehl benötigt 2-3 Mal so viel Flüssigkeit wie Weizenmehl.
100 Gramm Weizenmehl 60 Gramm Leinmehl und 20 Gramm Mandelmehl und die Flüssigkeitsmenge deutlich erhöhen. Leinmehl benötigt etwa 5 Mal so viel Flüssigkeit wie Weizenmehl. 
100 Gramm Weizenmehl 40 Gramm Kokosmehl und die Flüssigkeitsmenge deutlich erhöhen. Kokosmehl benötigt 4 Mal so viel Wasser wie Weizenmehl, zusätzlich ein Ei hinzugeben (oder 1-2 TL Bindemittel/Guarkernmehl).
100 Gramm Weizenmehl 70 Gramm Nussmehl (beispielsweise Walnusmehl) + Ei (oder 1-2 TL Bindemittel/Guarkernmehl)
100 Gramm Weizenmehl 80 Gramm Hanfmehl + Ei (oder 1-2 TL Bindemittel/Guarkernmehl)
100 Gramm Weizenmehl 40 Gramm Kartoffelfasern und die Flüssigkeitsmenge deutlich erhöhen. Kartoffelfasern benötigen etwa 4 Mal so viel Flüssigkeit wie Weizenmehl.  

Alternativen zu Haushaltszucker

Und unsere Zuckeraustauschtabelle kennt ihr sicherlich schon? Findet ihr hier: Alternativen zu Haushaltszucker, die nicht berechnet werden müssen. 

Viel Spaß beim Experimentieren und lasst uns auch gerne daran teilhaben :).

mehle

Über Backeigenschaften der Mehle, ihre Typen und was man noch wissen sollte

Mehle wie Weizen-, Roggen- und Dinkelmehl findet man im Handel in Form verschiedener Typen: 

  • Weizenmehl: 405, 550, 812, 1050, 1600 und 1700
  • Roggenmehl: 815, 997, 1150, 1370, 1740 und 1800
  • Dinkelmehl: 630, 812 und 1050
Die Type wird ermittelt, in dem man 100 Gramm Mehl verbrennt und die Asche, die dabei zurückbleibt, auswiegt. Das Gewicht der Asche ist nahezu identisch mit dem Mineralstoffgehalt des Mehls. Weizenmehl der Type 405 hat demnach einen Mineralstoffgehalt von etwa 405 mg pro 100 Gramm Mehl.
 
Mehle aus Mandeln, Buchweizen, Kastanien, Nüssen usw. haben keine Typenbezeichnung, da das volle Korn bzw. der komplette Fruchtkörper ausgemahlen wird. Gleiches gilt für Volkornmehl. Der Mineralstoffgehalt eines Mehles hängt davon ab, wie stark die Körner ausgemahlen wurden. Je mehr vom gesamten Korn ausgemahlen wird (je höher der Ausmahlungsgrad), desto mehr mineral-, ballaststoff- und vitaminreiche Randschichten (Bestandteile der Schale) sind im Mehl vorhanden. 

Backeigenschaften der Mehle

Letztendlich kann man jedes Mehl für sein Wunschgebäck verwenden, allerdings muss man einiges dabei bedenken. Einige Mehle benötigen mehr Flüssigkeit bei der Verarbeitung als andere, folglich kann man sie nicht 1:1 austauschen. Weiterhin eignen sich einige Mehlsorten geschmacklich besser für herzhaftes und andere besser für süßes Gebäck. Roggenmehl im süßen Gebäck ist dann doch nicht jedermanns Sache ;). Vollkornmehl kann einen Teil von hellem Mehl in Rezepten ersetzen.
 
Wer sich Low Carb ernährt oder glutenfrei, kann das Weizenmehl oder Dinkelmehl (denn auch Dinkel gehört zur Gattung Weizen) wie folgt durch Mehlsorten mit einen höheren Proteinanteil austauschen:  Hier findet ihr unseren Spickzettel, bzw. unsere Austauschtabelle „Low Carb Mehle“
 
In den Sozialen Netzwerken wie auf Instagram findet man viele Rezepte mit Dinkelmehl, die als „Low Carb“ oder gar glutenfrei angepriesen werden, doch Obacht:
  • Weizenmehl Type 405 hat etwa 10 Gramm Protein und 72 Gramm Kohlenhydrate auf 100 Gramm und
  • Dinkelmehl Type 630 hat etwa 12 Gramm Protein, 69 Gramm Kohlenhydrate auf 100 Gramm 

Somit kann man letztendlich genauso gut Weizenmehl verwenden. Solche Rezepte sind weder Low Carb noch glutenfrei. Auch Buchweizenmehl und Reismehl enthalten viele Kohlenhydrate. 

Proteinreichere bzw. Kohlenhydrat-ärmere Mehle sind beispielsweise: 

  • Mandelmehl (etwa 49 Gramm Protein, 9,5 Gramm Kohlenhydrate auf 100 Gramm) 
  • Kokosmehl (etwa 20 Gramm Protein, 19,7 Gramm Kohlenhydrate auf 100 Gramm) 
  • Sesammehl (etwa 30 Gramm Protein, 26 Gramm Kohlenhydrate auf 100 Gramm) 
  • Kichererbsenmehl (etwa 22 Gramm Protein, etwa 58 Gramm Kohlenhydrate auf 100 Gramm)
  • Leinmehl (etwa 39 Gramm Protein, 3 Gramm Kohlenhydrate auf 100 Gramm)
  • Hanfmehl (etwa 32 Gramm Protein, 3 Gramm Kohlenhydrate auf 100 Gramm)
Auch Proteinpulver eignet sich hervorragend zum Backen. Dazu in Kürze in einem gesonderten Artikel mehr. Oder ihr beachtet unseren Geheimtipp: 
 

Online-Veranstaltung „In der Weihnachtsbäckerei“

26. November 2025, 18.00 bis 19.30 Uhr

Zur Einstimmung in die Adventszeit nehmen wir Sie mit in die Weihnachtsbäckerei. Wir zeigen Ihnen, wie Sie leckere Plätzchen backen können – mit Zuckeralternativen und anderen Produkten, die sich nicht auf den Blutzucker auswirken. Mit dabei Stefanie Blockus, die gerne beim Backen experimentiert und niemand Geringeres als Diana Ruchser, das Gesicht hinter schwarzgrueneszebra.de, einem Foodblog rund um Low Carb und Keto. Seit 2014 teilt sie dort Rezepte, Erfahrungen und ihr Wissen zur langfristigen Ernährungsumstellung. Aus ihrer persönlichen Diabetes-Typ-2-Diagnose entstand eine Sammlung von über 800 Rezepten – von Frühstück über Hauptgerichte und Brote bis hin zu Kuchen und Desserts. Neben den Blogrezepten ist sie Autorin mehrerer Low Carb Koch- und Backbücher. Ihr Ziel: Genuss ohne Verzicht – klar erklärt, praxistauglich und mit persönlicher Note.

Wer live mitbacken möchte (kein Muss) kann sich vorsorglich mit folgenden Zutaten eindecken: 

  • 100 g Haselnüsse, gemahlen
  • 100 g gemahlene Mandeln
  • 50 g gemahlene Walnüsse
  • 180 g Xylit oder Erythrit
  • 5 Eiweiß
  • 25 g Orangenabrieb
  • 25 g Zitronenabrieb
  • 1 Eigelb
  • 1 TL Backpulver
  • 2 TL Zimt
  • Lebkuchengewürz
  • 1 TL Konjakmehl
  • Nach Bedarf LC Schokodrops, Zartbitter

Wo? DIASHOP Raum
 

Gut zu wissen: Low-FODMAP-Ernährung bei Reizdarm

Brot (Weizen und auch andere glutenhaltige Getreidesorten) und Süßigkeiten gehören wie Milchprodukte, Steinobst oder Kohl, zu den vergärbaren Kohlenhydraten, den so genannten FODMAPs (Fermentierbare Oligosaccharide, Disaccharide, Monosaccharide und Polyole). Lebensmittel, die diese FODMAPs enthalten produzieren während der Verdauung im Darm vermehrt Gase. Bevor man eine Low-FODMAP-Diät beginnt, ist es allerdings wichtig, dass eine Zöliakie vom Arzt ausgeschlossen ist. Die Symptome eines Reizdarms ähneln der einer Zöliakie. Bei Zöliakie wird die Low-FODMAP-Diät nicht helfen, bei Reizdarm kann sie die Erkrankung verbessern. Quelle und mehr Infos hier: https://aok-erleben.de/artikel/essen-bei-reizdarm-die-low-fodmap-diaet

Es gab bereits Studien dazu, dass Brot mithilfe von lang geführten Teigen, bzw. Vorteigen nicht nur besser im Geschmack und in der Haltbarkeit, sondern auch bekömmlicher sind:  

„FODMAPs werden beim Brotbacken mit langer, mehrstündiger Teigführung durch Hefen im Sauerteig nach für nach abgebaut. Eine deutsche Studie stellte nach 4,5 Stunden Gehzeit einen um 90 Prozent reduzierten Gehalt an FODMAPs im Brotteig fest (4). Moderne Bäckereien setzen effizienzbedingt jedoch eher auf schnelle Garen; dadurch finden sich hohe FODMAP-Konzentrationen im Brotteig. Dagegen hilft nur, sich Brot beim guten Bäcker zu besorgen, oder es selbst zu backen (siehe Rezept unten). Übrigens: Urgetreide wie Dinkel haben von Natur aus einem geringeren Gehalt an FODMAPs.“ 

Quelle: https://medical-tribune.ch/10104859/2022/reizdarm-wegen-fodmaps-nicht-immer-ist-gluten-der-uebeltater/

Doppelter Diabetes

Zunehmendes Risiko: Doppelter Diabetes

Menschen mit Typ-1 Diabetes können im Laufe ihres Lebens Merkmale von Typ-2 entwickeln, dies wird auch als „Doppelter Diabetes“ bezeichnet. Steigt der Insulinbedarf kontinuierlich an und über- schreitet etwa 100 Einheiten pro Tag, ist das ein Warnsignal: „Ein höherer Insulinbedarf kann ein Hinweis auf eine beginnende Insulinresistenz sein, so Prof. Thomas Haak (Diabetes-Klinik Bad Mergentheim) beim Kongress „Innere Medizin fachübergreifend – Diabetologie grenzenlos“. Häufig zeigen sich gleichzeitig weitere Anzeichen wie vermehrtes Bauchfett, erhöhte Blutfettwerte und Bluthochdruck. Diese Kombination verdoppelt das Risiko für Folgeerkrankungen bei Diabetes.

Doppelter Diabetes ist immer häufiger ein Thema in Arztpraxen. Die gute Nachricht ist: Wird er rechtzeitig erkannt und richtig behandelt, lässt sich das Risiko für Herz- und Gefäßschäden deutlich reduzieren. Menschen mit Typ-1-Diabetes sollten deshalb nicht nur ihren Blutzucker im Auge behalten, sondern ihren gesamten Stoffwechsel regelmäßig überprüfen.

Doppelter Diabetes: Was kann helfen?

Wer seine Insulinsensibilität erhöhen möchte, profitiert bereits von 150 Minuten moderatem Ausdauertraining pro Woche. Parallel dazu empfiehlt sich eine gesunde Kost mit reichlich Gemüse, Hülsenfrüchten, Vollkornprodukten, Fisch und Olivenöl, während Zucker und stark verarbeitete Lebensmittel nur sparsam auf den Teller kommen sollten. Selbst eine moderate Gewichtsreduktion von fünf bis sieben Prozent des Körpergewichts kann den Insu- linbedarf deutlich senken. In vielen Kliniken gehört zur sogenannten „Stoffwechsel- Reset-Phase“ außerdem ein zwölftägiges Leberfasten oder das Einlegen von gelegentlichen Hafertagen, an denen an zwei aufeinanderfolgenden Tagen nahezu ausschließlich Hafer in unterschiedlichen Zubereitungsformen verzehrt wird. Wichtig sind Vor- und Nachsorge durch ein erfahrenes Team, um Folgekomplikationen wie Unterzuckerungen und Nährstoffmängel zu vermeiden.

Medikamente gezielt nutzen

Metformin ist zwar nicht für Typ-1-Diabetes zugelassen, wird bei Doppeltem Diabetes jedoch häufig off-label (außerhalb des zugelassenen Anwendungsgebietes) eingesetzt, um die Insulinempfindlichkeit zu steigern. Auch weitere Medikamente können in sorgfältig überwachten Fällen eingesetzt werden.

Tipps für den Alltag

Es lohnt sich, Gewicht, Bauchumfang, Blutdruck und Blutfette mindestens einmal pro Jahr prüfen zu lassen und gegebenenfalls mit Ihrem Diabetesfachteam zu besprechen. Zeigt der Insulinbedarf plötzlich einen deutlichen Anstieg, sollte man umgehend den eigenen Lebensstil und die Therapie gemeinsam mit dem Behandlungsteam überprüfen. Bereits kleine Veränderungen, etwa tägliche Spaziergänge oder eine zusätzliche Portion Gemüse zu jeder Mahlzeit, können spürbare Verbesserungen bewirken. Dabei hilft es, alle verfügbaren Fachkräfte einzubeziehen – vom Diabetes-Team über die Ernährungsberatung und Sporttherapie bis hin zu einer Psychotherapie, falls nötig. Wichtig ist vor allem, dranzubleiben: Kontinuierliche, kleine Fortschritte entfalten langfristig mehr Wirkung als radikale Crash-Diäten.

Neoh-Riegel

NEOH-Riegel im Test: Naschen mit gutem Gewissen

Der Heißhunger auf Süßes trifft bei Menschen mit Diabetes auf den Wunsch, den Blutzucker möglichst stabil zu halten. Mit NEOH, kannst du jedoch nur dem Heißhunger, nicht aber der Hypo einen Riegel vorschieben ;). Als ich das erste Mal von den NEOH-Riegeln gehört habe, war ich skeptisch. Ein Schokoriegel, der fast keinen Einfluss auf den Blutzucker haben und richtig gut schmecken soll? Das wollte ich genauer wissen.

Was sind denn NEOH-Riegel?

NEOH ist ein zuckerfreier Schokoriegel, der mit dem Versprechen wirbt: „Zero Sugar Added – full taste“. Die Riegel enthalten keinen herkömmlichen Zucker, sondern setzen auf Zuckeraustauschstoffe wie Erythrit und Isomalt sowie Ballaststoffe, um süß zu schmecken, aber den Blutzucker nicht in die Höhe zu treiben. Besonders spannend für Menschen mit Diabetes: Die Riegel haben einen sehr niedrigen glykämischen Index und sind mit nur rund 1–3 g Netto-Kohlenhydraten pro Stück auch bei Low-Carb-Ernährung gut integrierbar.

Die Riegel sind hier erhältlich: Jetzt bestellen

Die Sorten-Vielfalt

Aktuell gibt es bei DIASHOP die NEOH-Riegel in folgende Sorten:

  • Crunch (Schokolade trifft auf knackige Haselnüsse)
  • Coconut (Schokolade in Kombination mit der tropischen Süße von Kokosnuss)
  • Peanut (Veganer Schokoladen-Erdnuss Riegel)
  • Berry (Joghurt-Beerengeschmack mit Mandeln) 
  • Crisp ’n Cream (Knusprige Waffel gefüllt mit herrlich luftiger Haselnusscreme) 
  • Caramel Nuts (Veganer Nussriegel mit cremiger Karamellschicht umhüllt von knackiger Schokolade)

Ich habe sie alle ausprobiert – rein wissenschaftlich natürlich ;). Auch die NEOH Crunch Bites mit Haselnuss-Kakaofüllung.

Mein Blutzuckertest: Hält NEOH, was es verspricht?

Ich habe Typ-1-Diabetes und trage ein CGM-System, wie vermutlich fast jeder Typ1er und sehe live, wie mein Blutzucker sich verhält. Mein Test sah so aus: Riegel essen, keine Bolusgabe, dann 2 Stunden beobachten. Das Ergebnis: Keine nennenswerte Blutzuckerreaktion. Bei allen Sorten blieb mein Glukoseverlauf stabil.

Geschmack & Konsistenz

Natürlich soll es auch schmecken. Aber auch hier: Überraschend gut! Die Konsistenz ist angenehm knusprig, die Schokolade schmeckt echt – kein künstlicher Nachgeschmack, wie man es von vielen „zuckerfreien“ Produkten kennt. Besonders die Peanut und Kokos-Variante haben es mir angetan. Kein Vergleich zu vielen anderen Riegeln, bei denen man eher das Gefühl hat, Styropor mit Kakao zu essen.

Für wen sind NEOH-Riegel geeignet?

Natürlich sind die Riegel nur für Menschen mit Diabetes (Typ 1, Typ 2, Typ 3 oder LADA) geeignet. Okay, Sportler*innen, die eine Low-Carb-Ernährung bevorzugen, allen, die Zucker reduzieren wollen, aber nicht auf Süßes verzichten möchten, Menschen mit Insulinresistenz oder metabolischem Syndrom schmecken sie wohl auch, hab ich mir sagen lassen ;). 

Fazit: Süßes mit System

NEOH hat mich überzeugt. Die Riegel schmecken nicht nur gut, sondern liefern auch eine echte Alternative zu klassischen Süßigkeiten – ohne die Blutzuckerachterbahn. Ich habe oft einen im Rucksack – ob als Snack nach dem Sport oder als süßer Notfall für stressige Tage. 

Übrigens findet ihr hier ein Video dazu, wie ihr ganz einfach mit Fett-Protein-Einheiten rechnen könnt. Schon gesehen:  

Mit Fett-Protein-Einheiten rechnen